Nahaufnahme einer Zeitung auf dem Tisch

Pressemitteilungen

Am Sonntag wählt Berlin, zum ersten Mal ab 16 Jahren. Der Landesjugendring Berlin ruft dazu auf, demokratisch wählen zu gehen, auch wenn sich viele junge Berliner*innen aktuell von der Politik sehr schlecht vertreten fühlen. Die zehn Forderungen des Landesjugendring Berlin machen deutlich, wie eine gute Politik für junge Menschen aussehen müsste. Für die Umsetzung muss die kommende Regierung sorgen.
Der Senat hat heute einen verbindlichen Jugend-Check für Gesetzgebungsverfahren und eine neue Jugendwohnagentur beschlossen, außerdem tritt Berlin dem internationalen Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ bei. Der Landesjugendring Berlin begrüßt den Jugend-Check und die Jugendwohnagentur ausdrücklich. Jedoch reichen die Schritte bei weitem noch nicht für ein jugendfreundliches Berlin.
Der letzte Berliner Kinder- und Jugendbericht stammt aus dem Jahr 2000, obwohl das Land ihn gesetzlich jede Wahlperiode vorlegen muss. Eine Jugendstrategie gibt es bis heute nicht. Sie würde alle Ressorts verpflichten, junge Menschen bei politischen Entscheidungen besser zu berücksichtigen. Der Landesjugendring Berlin fordert deshalb beides: einen aktuellen Kinder- und Jugendbericht und eine Jugendstrategie für Berlin.
Über 480 Orte, rund 300.000 erreichte Kinder und Jugendliche: Die 37 Mitgliedsverbände des Landesjugendring Berlin sind eine tragende Säule der Berliner Jugendarbeit. Doch diese Säule ist strukturell unterfinanziert. Der Landesjugendring Berlin fordert deshalb 20 Prozent mehr Förderung für Jugendverbände, mehr Geld für Ferienreisen und zusätzlich ein Investitionsprogramm für marode Jugendclubs und Jugendbildungsstätten in der Stadt. Es sind drei von zehn Forderungen zur Berlin-Wahl.
Junge Menschen bewegen sich vorwiegend zu Fuß, mit Fahrrad und E-Roller oder dem ÖPNV fort. Doch Berlin verschlechtert fortlaufend ihre Mobilität. Gleichzeitig müssen junge Ehrenamtliche ihr Deutschlandticket selbst finanzieren und zahlen beim fehlenden Verdienstausfall drauf. Der Landesjugendring Berlin fordert daher vor der Berlin-Wahl sichere Radwege und bessere Bedingungen für junges Engagement.

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