Vergangene Projekte

Wir führen Projekte durch, die Jugendverbandsarbeit weiterentwickeln. Aktuelle politische Themen, Ansätze und Methoden der Jugend- und Jugendverbandsarbeit stehen dabei im Mittelpunkt. Die Projekte ermöglichen neue Zugänge zu Kindern und Jugendlichen und vernetzen Jugendverbände mit anderen Trägern der Jugendhilfe. Manche laufen über einen längeren Zeitraum, andere sind begrenzt oder nur auf eine bestimmte Projektlaufzeit angelegt. Hier informieren wir über die wichtigsten vergangenen Projekte und deren Inhalte der letzten Jahre.

vom FÜR zum MIT
Foto: Josephine Witt / djo-Regenbogen Berlin

Vier Jugendverbände konnten durch unser Projekt „Vom FÜR zum MIT“ neue Konzepte, Formate und Strategien erarbeiten und erproben, um junge Geflüchtete langfristig in Angebote und Mitwirkungsstrukturen der Jugendverbandsarbeit einzubeziehen. Bei dem Projekt, das von 2017 bis 2019 über den Landesjugendring Berlin lief, arbeiteten die Malteser Jugend Berlin, der CVJM Berlin, djo-Regenbogen Berlin und das Landesjugendwerk der AWO Berlin gemeinsam Strategien aus, wie aus dem FÜR ein MIT werden kann.

Der Landesjugendring begleitete die Entwicklung des Projekts, beriet die teilnehmenden Jugendverbände und vernetzte sie untereinander und mit weiteren zivilgesellschaftlichen Akteuren, Politik und  Verwaltung. Bei "vom FÜR zum MIT" wurden zwei Fachveranstaltungen, zwei Juleica-Ausbildungen mit jungen Geflüchteten und zahlreiche Fortbildungen durchgeführt. Dazu sind eine Methodenbroschüre zu "Spielen (fast) ohne Worte" und eine Broschüre über Jugendverbände in 12 Sprachen entstanden. Die Materialien sowie die Projekt-Dokumentation kann man bei unseren Publikationen herunterladen.

Finanziert wurde "vom FÜR zum MIT" vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie von der Stiftung Demokratische Jugend.

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EA-TEAM: Mission gutes Ehrenamt

Junge Ehrenamtliche sind in Berlin an zu vielen Stellen „ausgebremste Superheld_innen“: Von diesem Standpunkt aus haben wir von 2017-2018 eine Ehrenamts-Kampagne durchgeführt, um die politischen Rahmenbedingungen für die rund 52.000 jungen Ehrenamtlichen in Berliner Jugendverbänden zu verbessern. Grundlage für die Kampagne waren sieben Forderungen aus dem Beschluss unserer Mitgliederversammlung 2017.

Mit der Kampagne haben wir uns unter anderem für verbindliche Freistellungsregelungen für Ehrenamt, Ferienschutz für Studierende oder für die Gleichstellung von Juleica und Ehrenamtskarte eingesetzt. Durch die Kampagne konnten wir zeigen, was Ehrenamtliche in Jugendverbänden täglich leisten und wo die Politik für mehr Anerkennung und zeitliche Freiräume für starkes Ehrenamt sorgen muss.

Während der Kampagne haben wir eine Aktion zur 35-Stunden-Schulwoche am Alexanderplatz durchgeführt, bei einem Instagram-Wettbewerb engagierte Bilder gesammelt und prämiert und bei einem Politischen Abend am Tag des Ehrenamts mit der Politik über Rahmenbedingungen für junge Engagierte gesprochen.

Und unsere Forderungen wurden teilweise gehört: Im Jugendfördergesetz ist nun die verbindliche Freistellung vom Beruf für Ehrenamt in der Jugendarbeit festgelegt. Die Gleichstellung von Juleica und Ehrenamtskarte wird kommen und auch FSJler_innen können vergünstigt den Berliner ÖPNV nutzen. All das ist gut, aber noch nicht das Ende der Fahnenstange. Unsere Forderungen bleiben aktuell und wir werden uns weiter für ihre Umsetzung einsetzen.

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Partizipation – Bildung – Integration

Im Rahmen des Projekts unterstützte der Landesjugendring Berlin Migrant_innenjugendselbstorganisationen (MJSO) dabei, stabile Verbandsstrukturen aufzubauen und zu entwickeln. Gleichzeitig konnten die Partizipationsmöglichkeiten von MJSO im Landesjugendring gestärkt werden.

Bei dem Projekt war uns besonders wichtig, Jugendverbände in ihren Prozessen der interkulturellen Öffnung zu unterstützen und zu begleiten. Bei Partizipation - Bildung - Integration haben wir Workshops, Coachings und Beratungen zu Themen der Organisationsentwicklung und der interkulturellen Öffnung angeboten sowie Fachtagungen organisiert und Publikationen veröffentlicht. 

In den drei Projektjahren zwischen 2013 und 2016 konnten wir uns als Ansprechpartner auf dem Feld der interkulturellen Öffnung in der Jugendbildungs- und Jugendverbandsarbeit etablieren. Durch Beratungen und Coachings ist ein enges Netzwerk an Aktiven auf diesem Feld entstanden, das bis heute wirkt. Einen Einblick darüber und über die Inhalte und Ergebnisse von Partiziaption - Bildung - Integration gibt die Projekt-Dokumentation, die bei den Publikationen heruntergeladen werden kann.

Das Projekt wurde vom Bundesministerium des Innern und den Ländern Berlin und Hamburg gefördert. Es wurde in Kooperation mit dem Landesjugendring Hamburg durchgeführt.

JUGEND WÄHLT BERLIN

Unter dem Motto „JUGEND WÄHLT BERLIN” haben wir 2016 im Vorfeld der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus eine Wahlkampagne durchgeführt.

Mit monatlichen Forderungen konnten wir deutlich machen, wo die Politik für eine kinder- und jugendfreundliche Stadt nachbessern muss. Denn ​schon 2016 war klar: Berlin wächst und wird jünger. Die Bedürfnisse dieser Gruppen nach Freiräumen, Lebensqualität, Mitbestimmung oder Wohnraum spielen in der politischen Debatte und der öffentlichen Diskussion zumeist nur eine untergeordnete Rolle. Das wollten wir mit der Kampagne ansprechen.

Jede unserer monatlichen Forderungen haben wir mit konkreten Projekten aus den Jugendverbänden unterstützt, um zu zeigen, welche wertvolle Arbeit bereits geleistet wird und wo es weiterer Förderung bedarf. Unmittelbar vor der Wahl haben wir dann das "Junge Wahlprogramm für Berlin" veröffentlicht und auf dem Alexanderplatz mit Politiker_innen diskutiert und ihnen übergeben.

Die Kampagne verstand sich als Anstoß zu einem ressortübergreifenden Blick auf Kinder und Jugendliche. Unser Ziel war es, mit JUGEND WÄHLT BERLIN zu einem Perspektivwechsel in der Berliner Landespolitik beizutragen.

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Runder Tisch Jugend im Dialog

Mit dem Projekt „Runder Tisch Jugend im Dialog“ haben wir, in Abstimmung mit dem Runden Tisch Jugend, Jugendlichen über mehrere Monate hinweg die Möglichkeit gegeben, ihre Erwartungen an Mitbestimmungsmöglichkeiten zu formulieren. Dabei standen die Bereiche Schule, Ausbildung und Beruf, Sozialraum, Diversität und gesellschaftlicher Zusammenhalt sowie ePartizipation im Mittelpunkt.

In insgesamt 13 Workshops entwickelten 454 Jugendliche ihre Vorschläge und Forderungen an Mitbestimmungsmöglichkeiten. Für die Workshops wurde das Instrument des Strukturierten Dialogs eingesetzt. Das Besondere dabei war, dass die Jugendlichen ihre Vorstellungen nicht allein, sondern gemeinsam mit politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsträger_innen erarbeiteten. Dazu zählten Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses, Bezirksstadträt_innen, Entscheidungsträger_innen aus der Landesverwaltung und Vertreter_innen der Tarifpartner. So wurde die Möglichkeit zur unmittelbaren Umsetzung konkreter Forderungen und Vorschläge geschaffen.

Die Beteiligten waren in fast allen Workshops sehr interessiert. Eine allgemeine Politikverdrossenheit, wie sie gelegentlich postuliert wird, konnten wir in den Veranstaltungen nicht bemerken. Vielmehr fordern Jugendliche mehr Möglichkeiten ein, die teils weit über die bisherigen Formen von Mitbestimmung und demokratischer Mitgestaltung hinausgehen. Forderungen nach Elementen direkter Demokratie waren immer wieder ein Thema für die Beteiligten. Dieses Bedürfnis sollte ernst genommen werden.

Die entstandene Projekt-Dokumentation kann man sich bei unseren Publikationen herunterladen.

Meine Deine Unsere GeschichteN

Gemeinsam mit dem Landesjugendring Brandenburg haben wir 2010 das Bundesmodellprojekt "MEINE DEINE UNSERE GESCHICHTEN" durchgeführt. Damit haben wir uns an Praktiker_innen in der lokalen Jugendgeschichtsarbeit gerichtet, die ihre pädagogische Praxis erweitern und um interkulturelles Lernen ergänzen wollten.

Bei dem Projekt ging es auch um Möglichkeiten der Verknüpfung von Jugendgeschichtsarbeit und interkulturellem Geschichtslernen. Zentral waren auch die Wirkungsbeschreibung von interkultureller Jugendgeschichtsarbeit im Rahmen des Modellprojekts.

Aus dem Projekt ist eine Handreichung entstanden, die pädagogische Methoden zugänglich macht und die Thematik der Migrationsgeschichten im interkulturellen historischen Lernen aufgreift. Schließlich sind - insbesondere für Brandenburg und Berlin - Institutionen, Initiativen/Projekte und Internetlinks zusammengestellt, die Geschichte (auch) interkulturell betrachten oder Migrationsgeschichte thematisieren.

Die Handreichung kann man bei unseren Publikationen herunterladen.