Aktuelle Empfehlungen für die Berliner Jugendarbeit in der Corona-Pandemie

Inwiefern können Angebote der Jugendarbeit stattfinden? Was ist zu beachten? Auf dieser Seite wollen wir die häufigsten Fragen, die uns aus der Praxis der Jugendverbände erreichen, beantworten. Zudem gibt es hier ein Muster-Hygienekonzept, alle bisherigen und das aktuelle Trägerschreiben der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie sowie weitere Informationen zum Thema Schnell- und Selbsttests.

An dieser Stelle wollen wir Fragen beantworten, die in den letzten Wochen an uns herangetragen wurden. Wir beantworten die Fragen nach bestem Wissen und Gewissen auf Basis der Berliner SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.

Wenn ihr hier keine Antworten auf eure Fragen findet, könnt ihr euch jederzeit gerne in der Geschäftsstelle melden. Wir bemühen uns dann, gemeinsam Antworten zu finden. Einige Entscheidungen über Regelungen, die die Planung und Umsetzung von Angeboten der Jugendarbeit betreffen, stehen seitens der Senatsverwaltung noch aus. Hier stehen wir in regelmäßigem Kontakt.

Bitte beachtet insbesondere bei Fragen zur Umsetzung von Angeboten und Maßnahmen, dass nicht alles, was rechtlich möglich ist, auch pädagogisch und im Sinne des Infektionsschutzes sinnvoll ist. Bei der Einschätzung, welche Maßnahmen und Veranstaltungen ihr als Jugendverbände durchführt, habt ihr eine eigene Verantwortung. Dabei bietet das Schreiben der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie eine gute Orientierung.

Wir sind bemüht, diese Seite und alle hier verlinkten Dokumente ständig entsprechend der derzeitig gültigen Verordnungen zu aktualisieren. Bitte beachtet in jedem Fall das Datum des aktuellen Stands hier und im Musterhygienekonzept.  

Stand: 12.07.2021

Veranstaltungen, Angebote und Maßnahmen der Jugendarbeit

Welche Regeln gelten aktuell für Angebote der Jugend(verbands)arbeit?

Seit dem 04.06.2021 sind in Einrichtungen und Projekten der Jugendarbeit, der Jugendverbandsarbeit (inklusive Jugendbildungsstätten) und der Jugendsozialarbeit wieder Präsenzangebote möglich. Natürlich müssen weiterhin die einrichtungsbezogenen Hygiene- und Schutzkonzepte eingehalten werden.

Für Angebote der Jugendarbeit, der Jugendverbandsarbeit und der Jugendsozialarbeit in den Sommerferien (also bis 08.08.2021) entfällt laut SenBJF-Schreiben vom 23.06.2021 die Pflicht, eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen. Das gilt im Freien und auch in geschlossenen Räumen. Für Aktivitäten, die drinnen stattfinden, sollen Räume genutzt werden, die groß genug sind, um einen Abstand von 1,5 Meter einhalten zu können und die regelmäßig gelüftet werden können.

Weiterhin sind tägliche Anwesenheitslisten (Name, Anschrift, Telefonnummer) zu führen, die 4 Wochen aufbewahrt werden müssen.

Bitte beachtet bei euren Angeboten die weiterhin geltende Maskenpflicht an Orten, die ihr möglicherweise besucht, wie bspw. Museen. Auch im ÖPNV gilt weiterhin die Maskenpflicht. Solltet ihr Räume für eure Ferienangebote mieten, gelten die Regeln des Veranstaltungsortes.

Weiter gilt laut SenBJF-Schreiben vom 23.06.2021:

  • Aushänge zu den Abstands- und Hygieneregeln (Abstand halten, geeignete Händehygiene, Husten- und Niesetikette sowie ausreichende Lüftung beim Aufenthalt in geschlossenen Räumen) sind gut sichtbar anzubringen.
  • Aktivitäten in Gruppen sollten soweit möglich grundsätzlich im Freien stattfinden.
  • Mit der Dritten SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 15.06.2021 hat der Senat die allgemeine Sportausübung im Freien auch wieder vollständig und ohne Einschränkungen zugelassen (§30).

Die Vorgaben für die Durchführung der Ferienreisen im SenBJF-Schreiben vom 01.06.21 (siehe unter "Veranstaltungen" und „Testen“) bleiben weiterhin gültig.

Laut der Dritten SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gilt (unter Beachtung der in der Verordnung beschriebenen Hygiene- und Schutzregeln) ab dem 03.07.2021 folgendes:

  • Es ist möglich, Veranstaltungen mit bis zu 1000 Personen in Innenräumen bzw. 2000 Personen im Freien durchzuführen (§11(2)). Das gilt bspw. auch für Seminare, Gruppenstunden, Gremiensitzungen oder Juleica-Schulungen der Jugendverbände. Abweichungen bezüglich der Personenzahl in Innenräumen sind unter bestimmten Bedingungen möglich (siehe §11(4)).
  • Es ist möglich, „pädagogisch begleitete Außenaktivitäten von Angeboten der Jugendhilfe“ im öffentlichen Raum ohne Begrenzung der Personenzahl durchzuführen (§9(3)). Das gilt bspw. für Gruppenangebote auf öffentlichen Plätzen, in Parks, Forsten u.ä.
  • Es muss eine Anwesenheitsdokumentation gemäß §4(1) über die Treffen (Veranstaltungen) geführt werden (§11(5)). Dafür könnt ihr diese Vorlage nutzen.
  • Bei Veranstaltungen mit mehr als 20 Anwesenden muss entsprechend der speziellen Anforderungen des jeweiligen Angebots ein individuelles Hygienekonzept erstellt werden mit der Zielsetzung, Kontakte durch Mindestabstände und ggf. Beschränkung der Teilnehmendenzahl zu reduzieren, Warteschlangen zu vermeiden, eine ausreichende Durchlüftung zu gewährleisten und die Kontaktnachverfolgung sicherzustellen (§5(1)). Das Hygienekonzept muss der zuständigen Behörde vorgelegt werden, wenn diese es verlangt (§5).
  • Bei Veranstaltungen in Innenräumen besteht ab 50 Personen Testpflicht, im Freien gilt ab 750 Personen generell Testpflicht (§11(8)). Wie ein negatives Testergebnis nachgewiesen werden muss, ist in §6 geregelt und in diesem FAQ unter „Testen“ erläutert. Von der Testpflicht befreit sind Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr (§6(3)) sowie Geimpfte und Genesene entsprechend §8.
  • Auf Veranstaltungen sind die Bestuhlung und Anordnung der Tische so vorzunehmen, dass zwischen Personen ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird oder ein ausreichender Infektionsschutz durch andere Schutzmaßnahmen (nach unserer Interpretation können das medizinische Gesichtsmasken sein) oder Schutzvorrichtungen gewährleistet werden kann (§11(3)). Bei Veranstaltungen mit mehr als 20 zeitgleich Anwesenden ist den Teilnehmer_innen ein fester Platz zuzuweisen, wenn nicht alle Anwesenden negativ getestet sind (§11(3)). Der Mindestabstand von 1,50 m kann unterschritten werden, sofern der Schutz vor Tröpfcheninfektionen und Aerosolen sichergestellt ist oder alle anwesenden Besucherinnen und Besucher negativ getestet sind (§11(3)).
  • Bei Veranstaltungen in Innenräumen besteht für die Teilnehmer_innen Maskenpflicht. Im Freien müssen Teilnehmer_innen eine medizinische Gesichtsmaske tragen, wenn sie sich nicht an ihrem Platz aufhalten. Die Anwesenheit der Teilnehmer_innen ist zu dokumentieren (§11(5)).
  • Das Singen im Freien und am Lagerfeuer ist erlaubt. Gemeinsames Singen in geschlossenen Räumen ist dann erlaubt, wenn die besonderen Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen der Senatsverwaltung für Kultur und Europa berücksichtigt werden (§11(7)). 
  • Übernachtungen in Jugendbildungsstätten und anderen Gruppenunterkünften sind erlaubt, Voraussetzung ist ein entsprechendes Hygienerahmenkonzept der Betreiber_innen nach Vorgaben der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Die Bewirtung von beherbergten Personen ist zulässig, ohne dass diese negativ getestet sind (§19(2)). Die Anwesenheit der Gäste ist vom Beherbergungsbetrieb zu dokumentieren (§19(3)). Bezüglich der Abstandsregelungen bei der Bewirtung gilt §18.

Bezüglich der Maskenpflicht gilt - neben den bereits dargestellten Regeln bei Veranstaltungen - aktuell u.a. folgendes:

  • Im ÖPNV muss eine FFP2-Maske (bzw. von Kindern zwischen 6 und 14 Jahren eine medizinische Gesichtsmaske) getragen werden (§10 (2)).
  • In Einzelhandelsgeschäften aller Art und Malls (§15 (1)), auf Märkten und in Warteschlangen im Freien (§15 (2)) und auf Jahrmärkten und Volksfesten (§16 (2)) besteht die Pflicht, eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen.
  • Beim Besuch von Kinos, Theater, Opernhäuser, Konzerthäuser und anderen kulturellen Einrichtungen, in Museen, Galerien und Gedenkstätten sowie Bibliotheken besteht die Pflicht, eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen (§29).

 

Welche Regeln gelten für die Sommerferienangebote?

In den Sommerferien können Angebote der Kinder- und Jugenderholung in Form von Reisen bzw. Fahrten oder Tagesausflügen durchgeführt werden. Das gilt für Einrichtungen der Jugendarbeit, der Jugendverbandsarbeit, der Jugendsozialarbeit und stationäre Einrichtungen der Jugendhilfe gemäß § 27 ff. SGB VIII.

Bei Übernachtungen gelten die Hygiene-Regeln des Unterbringungsortes. Diese Regeln müssen vor Planung und Durchführung bei den Betreiber_innen erfragt werden. Vor der Fahrt müssen diese Regeln den Teilnehmer_innen bzw. deren Personensorgeberechtigten zur Kenntnis gegeben werden.

Jugendbildungsstätten können zusätzlich touristische Übernachtungen, insbesondere für Familien, anbieten.

Bei der Buchung von Reisen bei Fremdveranstaltern ist auf die Stornierungsbedingungen zu achten. Es sind ausschließlich unvermeidbare Stornierungskosten zuwendungsfähig.

Bitte beachtet auch die Regeln zum Testkonzept (siehe unten unter "Testen").

 

Wohin können Ferienreisen gehen? Welche Verordnungen gelten bei Gruppenfahrten in andere (Bundes)Länder?

Die Zielorte können sowohl in Deutschland als auch in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sein. Dies gilt nicht für Reisen in vom Robert-Koch-Institut Berlin (RKI) bzw. vom Auswärtigen Amt benannte Risikogebiete.

Bei Reisen in andere Bundesländer gelten die jeweils dort gültigen Verordnungen. Bei Reisen mit Jugendlichen in Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sind die individuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes für das jeweilige Land bei der Planung und Durchführung strikt zu beachten.

Die SenBJF weist in ihrem Schreiben vom 01.06.2021 zudem auf folgendes hin: „Vor der Durchführung von Reisen in Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ist durch die jeweiligen öffentlichen oder freien Träger eine Risikoabwägung durchzuführen und mit den Erziehungsberechtigen zu kommunizieren. Insbesondere bei Reisezielen im Ausland ist in eigener Verantwortung eine genaue Recherche möglicher Beschränkungen bei Ein- und Ausreise sowie während des Aufenthaltes zwingend erforderlich.“

 

Was ist bei der Erstellung eines Hygienekonzepts zu beachten? Muss es im Vorfeld der Veranstaltung vorgelegt werden?

Bei allen Veranstaltungen mit mehr als 20 Anwesenden muss entsprechend der speziellen Anforderungen des jeweiligen Angebots ein individuelles Schutz- und Hygienekonzept erstellt werden mit der Zielsetzung, Kontakte durch Mindestabstände und ggf. Beschränkung der Teilnehmendenzahl zu reduzieren, Warteschlangen zu vermeiden, eine ausreichende Durchlüftung zu gewährleisten und die Kontaktnachverfolgung sicherzustellen (§5(1)). Das Hygienekonzept muss der zuständigen Behörde vorgelegt werden, wenn diese es verlangt (§5). Der LJR hat Empfehlungen für ein Hygienekonzept formuliert, die die Berliner Jugendverbände als Vorlage für eigene Hygienekonzepte nutzen können. Bitte beachtet, dass ihr dieses Konzept an die jeweiligen Bedingungen eurer Veranstaltung anpassen müsst.


Was sind die AHA+L-Regeln?

Die AHA+L-Regeln stehen für Abstand halten, Hygiene beachten, im Alltag Maske tragen, regelmäßiges Lüften. 

 

Welche Ausnahmeregeln gibt es für geimpfte und genesene Personen?

Laut §8 müssen vollständig geimpfte und genesene Personen kein negatives Testergebnis vorweisen, wenn das die Voraussetzung ist, um ein Angebot zu nutzen oder eine Veranstaltung zu besuchen. Sie müssen dann entsprechend nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind. Weitere besondere Regelungen, die für geimpfte und genesene Personen gelten, sind unter www.berlin.de/corona/massnahmen/abstands-und-hygieneregeln/#ausnahmeverordnung aufgeführt. Dort und unter §8 ist auch erläutert, wann eine Person als vollständig geimpft oder als genesen gilt.

Unter anderem gilt für geimpfte und genesene Personen, dass

  • bei privaten Treffen die erlaubte Personenanzahl überschritten werden kann, geimpfte und genesene Personen werden nicht mitgezählt. Treffen sich ausschließlich geimpfte und genesene Personen privat, gilt keine Obergrenze.
  • im Rahmen der gemeinsamen Sportausübung Geimpfte und Genese bei der Ermittlung der Personenanzahl nicht mitgezählt werden.

Die Ausnahmeregelungen gelten nicht für Personen mit grippeähnlichen Symptome. Geimpfte und genesene Personen sind weiterhin dazu verpflichtet, sich an alle anderen Schutzmaßnahmen wie Maskenpflicht und Abstandsgebot zu halten.

Juleica

Müssen Juleica-Schulungen einen Präsenzanteil haben?

Ob und inwiefern Juleica-Grundausbildungen einen Präsenzanteil haben müssen, ist nicht in der Ausführungsvorschrift (AV) Juleica geregelt. Wir empfehlen jedoch einen Präsenzanteil von 20 Stunden.

Letztlich entscheiden die Träger, ob die durchgeführte Juleica-Schulung im jeweilig angebotenen Online- und/oder Offline-Format den erforderlichen Kriterien entspricht und eine Juleica beantragt werden kann.


Welche Bedingungen gelten für Veranstaltungen zur Verlängerung der Juleica?

Veranstaltungen für die Verlängerung einer Juleica können auch im kompletten Umfang digital stattfinden. Die Auffrischung eines Erste-Hilfe-Kurses muss jedoch in Präsenz stattfinden.


Gibt es aufgrund der aktuellen Situation Ausnahmeregelungen für die Juleica?

Ja, es gibt für 2021 bezüglich der Gültigkeit, der Grundausbildung und der Verlängerung Ausnahmeregelungen. Diese sind auf der Seite des Deutschen Bundesjugendring (DBJR) aufgeführt.

Testen

Worin unterscheiden sich Selbst- und Schnelltests?

Antigen-Schnelltests können nur durch geschultes Personal durchgeführt werden. Dafür wird ähnlich wie beim PCR-Test ein Nasen- oder Rachenabstrich gemacht. Die Auswertung erfolgt im Gegensatz zu den PCR-Test aber direkt vor Ort. Seit dem 08.03.2021 hat jede_r Anspruch auf mindestens einen Schnelltest pro Woche. Sämtliche Berliner Schnelltestmöglichkeiten sind unter https://test-to-go.berlin zu finden.

Selbsttests sind zur Anwendung durch Privatpersonen bestimmt. Dafür muss die Probenentnahme und -auswertung entsprechend einfach sein. Der Test kann zum Beispiel mit einem Nasenabstrich (im vorderen Nasenbereich) oder mit Speichel erfolgen. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie stellt FAQs und Erklärvideos für die Anwendung von Selbsttests zur Verfügung.

Schnell- und Selbsttests haben gegenüber den PCR-Tests eine höhere Fehlerrate. Daher sollte unbedingt nach jedem positiven Schnell- und/oder Selbsttest immer ein PCR-Test zur Bestätigung erfolgen.


Wie können Teilnehmende einer Veranstaltung ein negatives Testergebnis vorweisen?

Bei Veranstaltungen in Innenräumen besteht ab 50 Personen Testpflicht, im Freien gilt ab 750 Personen generell Testpflicht (§11(8)). Der Nachweis über einen negativen Test kann laut §6 erbracht werden, indem die Teilnehmenden

  1. vor Ort einen Schnelltest durchführen lassen,
  2. unter Aufsicht der Verantwortlichen einen Selbsttest machen,
  3. eine Bescheinigung über ein negatives PoC-Testergebnis, der nicht länger als 24 Stunden zurückliegt, mitbringen
    oder
  4. eine Bescheinigung über einen negativen PCR-Test, der nicht länger als 24 Stunden zurückliegt, mitbringen.

Bei 1. und 2. haben die Teilnehmenden einen Anspruch darauf, eine Bescheinigung zu erhalten. Für die Bescheinigung des Testergebnisses soll dieses Muster verwendet werden: https://www.berlin.de/corona/media/downloads/

Die Durchführung der Testung ist in der Anwesenheitsdokumentation nach §4 zu vermerken.


Wer ist von der Testpflicht befreit?

Von der Testpflicht befreit sind Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr (§6(3)) sowie vollständig geimpfte und genesene Personen entsprechend §8.
Vollständig geimpft und genesen Personen bedeutet laut §8 folgendes:

"1. Geimpfte Personen, die mit einem von der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff gegen Covid-19 geimpft sind und deren letzte erforderliche Impfung mindestens 14 Tage zurückliegt,

2. Genesene Personen, die ein mehr als sechs Monate zurückliegendes positives PCR-Testergebnis auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachweisen können und die mindestens eine Impfung gegen Covid-19 mit einem von der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff erhalten haben und deren letzte Impfung mindestens 14 Tage zurückliegt, sowie

3. Genesene Personen, die ein mindestens 28 Tage und höchstens sechs Monate zurückliegendes positives PCR-Testergebnis auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachweisen können."

 

Wenn alle Teilnehmenden einer Veranstaltung ein negatives Testergebnis vorweisen können, müssen dann dennoch die AHA+L-Regeln befolgt werden?

Selbst- und Schnelltests sind weniger verlässlich als PCR-Tests. Für alle Tests gilt zudem, dass sie nur eine Momentaufnahme bieten. Auch bei einem negativen Testergebnis sollten Schutz- und Hygienemaßnahmen weiterhin umgesetzt werden.

Bei Veranstaltungen darf der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen unterschritten werden, sofern  der Schutz vor Tröpfcheninfektionen und Aerosolen sichergestellt ist oder alle anwesenden Besucherinnen und Besucher negativ getestet sind (§11(3)). Bei Veranstaltungen in Innenräumen müssen die Teilnehmer_innen eine Maske tragen. Im Freien müssen Teilnehmer_innen eine medizinische Gesichtsmaske tragen, wenn sie sich nicht an ihrem Platz aufhalten (§11(5)).

 

Werden Jugendverbänden Tests für berufliche Mitarbeitende zur Verfügung gestellt?

Ja. Für die Träger der Jugendarbeit, der Jugendverbandsarbeit und der Jugendsozialarbeit stehen Kontingente für berufliche Mitarbeitende zur Verfügung, die regelmäßig im Face to Face-Kontakt mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Die derzeit zur Verfügung stehenden Tests sind selbsttestfähige PoC-Antigen-Schnelltests. Diese sogenannten Laientests sind zur Selbsttestung (ohne medizinisches oder geschultes Personal) geeignet. Die Selbsttests gibt es in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (Bernhard-Weiß-Str. 6, 10178 Berlin, Link zu Google-Maps) jeden Montag und Dienstag, jeweils in der Zeit von 9:30 bis 15.00 Uhr, ohne festen Termin. Bei wem die Selbsttests am jeweiligen Tag abgeholt werden können, ist auf Nachfrage an der Rezeption/Pforte im Eingangsbereich zu erfahren. Zudem wird an der jeweiligen Bürotür (siehe Ansprechpersonen) in der 5. Etage ein Aushang angebracht sein.
 

Welche weiteren Testmöglichkeiten bestehen für berufliche Mitarbeitende?

Weiterhin können die Testteams des Trägers tjfbg gGmbH im JugendKulturZentrum PUMPE, Lützowstr.42, 10785 Berlin (Link zu Google Maps) genutzt werden. Die Testteams wurden zum 01.04.2021 erweitert und sind bis zu den Sommerferien verlängert worden.
Kontakt zur Terminvereinbarung:

  • Mobiles Team: 0151-74482355 oder 0151-74482354
  • Stationäres Team: 0151-74482353 oder 0151-74482352
  • E-Mail: schnelltest@tjfbg.de  

Außerdem können die allen Berliner_innen zur Verfügung stehenden Schnelltestmöglichkeiten (https://test-to-go.berlin) genutzt werden.
 

Ist die Anschaffung von Schnell- und/oder Selbsttests für Teilnehmende, Ehrenamtliche und Honorarkräfte zuwendungsfähig?

Selbst besorgte Schnell- und Selbsttests für Teilnehmende oder Ehrenamtliche in Jugendverbänden sind zuwendungsfähig und können über die Förderung des Landes Berlin abgerechnet werden.
 

Zu welchen Maßnahmen bezüglich Tests seid ihr als Arbeitgeber_innen verpflichtet?

Jugendverbände sind laut §22 als Arbeitgeber_innen verpflichtet, allen Mitarbeitenden (nur fest angestelltes Personal inkl. FSJler_innen, keine Honorarkräfte) zwei Tests pro Woche anzubieten, auch wenn die Mitarbeitenden nur zum Teil an ihrem Arbeitsplatz präsent sind. Die Mitarbeitenden sind nicht verpflichtet, diese durchzuführen. Die Inanspruchnahme der Bürgertestung nach § 4a der Coronavirus-Testverordnung vom 8. März 2021 durch die Mitarbeitenden befreit nicht von dieser Pflicht. Als Tests können angeboten werden:
 
  1. Selbsttests: Möchten Mitarbeitende einen Selbsttest (von der_dem Arbeitgeber_in beschafft und bezahlt) durchführen, muss dies unter Aufsicht „des_der Verantwortlichen“ geschehen (also i.d.R. des Vorstands oder einer vom Vorstand benannten Person. Wenn der Vorstand eine Person benennt muss er diese in der Durchführung der Selbsttest und in der Erstellung der Bescheinigung schulen.). Der_die Arbeitgeber_in ist zudem verpflichtet, eine Bescheinigung über das Testergebnis auszustellen. Dazu soll dieses Muster verwendet werden: https://www.berlin.de/corona/media/downloads/
    Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie stellt Selbsttests für berufliche Mitarbeitende, die im regelmäßigen Face-to-Face-Kontakt mit Kindern und Jugendlichen stehen, zur Verfügung.
  2. Schnelltest ohne eigenes medizinisches Personal: Mitarbeitende, die in Face-to-Face-Kontakt mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, können sich auch einmal wöchentlich im JugendKulturZentrum Pumpe testen lassen (siehe oben).
  3. Schnelltest im Testzentrum: Ihr könnt euren Mitarbeitenden Schnelltests in einem Testzentrum finanzieren.

Alle Kosten in diesem Zusammenhang sind zuwendungsfähig.

Laut §21 müssen Arbeitgeber_innen dafür Sorge tragen, dass bei Bürotätigkeiten nur 50% der üblicherweise vorgehaltenen Arbeitsplätze gleichzeitig besetzt sind. Diese Pflicht entfällt zum 01.07.2021 (§21).
 

Gibt es Testkonzepte für Angebote in den Sommerferien? Werden zusätzliche Selbsttests zur Verfügung gestellt und wo sind diese abzuholen?

Für alle ein- und mehrtägigen Ferienmaßnahmen und Reisen mit und ohne Übernachtung gilt laut SenBJF-Schreiben vom 01.06.2021:

Teilnehmer_innen an ein- und mehrtägigen Ferienangeboten in festen Gruppen müssen vor Durchführung des Angebotes ein negatives Testergebnis vorlegen. Das kann durch Nachweis von einer zugelassenen Teststelle oder durch Testung vor Ort erfolgen. Die Testung vor Ort muss unter Anleitung und Aufsicht des pädagogischen Personals durchgeführt werden. Bei Minderjährigen ist hierfür die Einwilligung von den Personensorgeberechtigten einzuholen.

Bei Angeboten ab 5 Tagen sind pro Woche zwei negative Testergebnisse vorzulegen.

Für die Ferienmaßnahmen werden freien Trägern der Jugendarbeit, der Jugendverbandsarbeit und der Jugendsozialarbeit bei Bedarf zusätzliche Selbsttests durch die SenBJF zur Verfügung gestellt.
Die Selbsttests gibt es in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (Bernhard-Weiß-Str. 6, 10178 Berlin, Link zu Google-Maps) jeden Montag und Dienstag, jeweils in der Zeit von 9:30 bis 15.00 Uhr, ohne festen Termin. Bei wem die Selbsttests am jeweiligen Tag abgeholt werden können, ist auf Nachfrage an der Rezeption/Pforte im Eingangsbereich zu erfahren. Zudem wird an der jeweiligen Bürotür (siehe Ansprechpersonen) in der 5. Etage ein Aushang angebracht sein.

Rückfragen bitte schriftlich per E-Mail an eine der folgenden Ansprechpersonen:

Raum 5 B 27, Frau Kranzin, martina.kranzin@senbjf.berlin.de
Raum 5 A 37, Frau Kallmeyer sabine.kallmeyer@senbjf.berlin.de

Raum 5 B 27, Frau Kockrow, gabriele.kockrow@senbjf.berlin.de
Raum 5 A 38, Frau Saal, Silvana.Saal@senbjf.berlin.de

Es wird gebeten, von telefonischen Anfragen abzusehen.

Bitte bringt zur Abholung eine formlose Übersicht über die geplanten Ferienmaßnahmen mit geplanter TLN-Zahl und Zahl der benötigten Selbsttests (je nach Länge der Maßnahme) mit Unterschrift des Verbands mit. Berechnungsgrundlage ist hierbei, dass bei Angeboten/Reisen ab 5 Tagen zweimal pro Woche getestet werden muss.
Denkt zudem an Transportmöglichkeiten für die Selbsttests. Es werden Einzeltests bzw. fünf Tests in einem Päckchen verteilt. Je nach Bedarf, werden auch ganze Pakete mit bis zu 500 Tests ausgegeben.

Impfen

Wann werden Mitarbeitende in Jugendverbänden geimpft? Wer ist alles impfberechtigt?

Die Impfpriorisierung in den Berliner Impfzentren wurde zum 07.06.2021 aufgehoben. Seitdem können auch 12- bis 15-Jährige geimpft werden: "Mit der Aufhebung der Priorisierung können nun auch die 12 bis 15-Jährigen einen Impftermin in einem der Berliner Impfzentren buchen. Die schriftliche Einwilligung der Eltern bzw. des gesetzlichen Vertreters muss in jedem Falle vorliegen. Die Begleitung der 12 bis 15-Jährigen durch die Eltern bzw. den gesetzlichen Vertreter zum Impftermin ist erforderlich, während sie für 15 bis 17-Jährigen möglich ist" (siehe Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung).

BionTech ist ab 12 Jahren zugelassen, alle andern Impfstoffe ab 18 Jahre. Der Impfstoff von AstraZeneca wird für Personen im Alter ab 60 Jahren empfohlen (https://service.berlin.de/dienstleistung/330073).

Auch Menschen mit Wohnsitz in Brandenburg, die in Berlin in der Kinder- und Jugendhilfe tätig sind, können sich in einem Berliner Impfzentrum impfen lassen (https://service.berlin.de/dienstleistung/330073).

Alle Informationen zur Corona-Schutzimpfung gibt es auf dem Service-Portal Berlin.
 

Welche Ausnahmeregeln gibt es für geimpfte und genesene Personen?

Laut §8 müssen vollständig geimpfte und genesene Personen kein negatives Testergebnis vorweisen, wenn das die Voraussetzung ist, um ein Angebot zu nutzen oder eine Veranstaltung zu besuchen. Sie müssen dann entsprechend nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind. Weitere besondere Regelungen, die für geimpfte und genesene Personen gelten, sind unter www.berlin.de/corona/massnahmen/abstands-und-hygieneregeln/#ausnahmeverordnung aufgeführt. Dort und unter §8 ist auch erläutert, wann eine Person als vollständig geimpft oder als genesen gilt.

Unter anderem gilt für geimpfte und genesene Personen, dass

  • bei privaten Treffen die erlaubte Personenanzahl überschritten werden kann, geimpfte und genesene Personen werden nicht mitgezählt. Treffen sich ausschließlich geimpfte und genesene Personen privat, gilt keine Obergrenze.
  • im Rahmen der gemeinsamen Sportausübung Geimpfte und Genese bei der Ermittlung der Personenanzahl nicht mitgezählt werden.

Die Ausnahmeregelungen gelten nicht für Personen mit grippeähnlichen Symptome. Geimpfte und genesene Personen sind weiterhin dazu verpflichtet, sich an alle anderen Schutzmaßnahmen wie Maskenpflicht und Abstandsgebot zu halten.

Förderung

Sind Selbst- bzw. Schnelltests für Teilnehmende zuwendungsfähig? Wie ist es mit FFP2-Masken und Desinfektionsmitteln und/oder Hygienespray?

Vorkehrungen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens im Rahmen von Angeboten der Jugendarbeit sind zuwendungsfähig, darunter fallen Selbst- bzw. Schnelltests für Teilnehmende, medizinische Gesichtsmasken und FFP2-Masken, Desinfektionsmittel und weiteres.
 

Welche Konsequenzen haben die Corona-Pandemie und die damit verbundenen fehlenden Teilnahmetage und Juleicas für die Förderung der nächsten Jahre?

Die Förderung für die einzelnen Jugendverbände wird auf dem Niveau von 2021 eingefroren und für das Jahr 2022 nicht wie sonst an die Anzahl von Angeboten wie Seminare, Ferienfahrten oder internationale Begegnungen von vor zwei Jahren gekoppelt. So wird sichergestellt, dass die Jugendverbände keine Verluste in ihrer Förderung haben werden, nur weil sie 2020 pandemiebedingt weniger Angebote an Kinder und Jugendliche machen konnten.


Wird die Förderung perspektivisch für den Kauf von Selbst- bzw. Schnelltests aufgestockt?

Grundsätzlich nein. Es gibt jedoch eventuell eine Sonderförderung für Tests für Teilnehmende bei Sommerferienmaßnahmen (oder es werden Tests werden durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie zur Verfügung gestellt).


Sind Stornierungsgebühren zuwendungsfähig?

Ja, sofern Stornierungsgebühren vertraglich vereinbart waren. Bei der Buchung von Reisen bei Fremdveranstaltern ist auf die Stornierungsbedingungen zu achten. Es sind ausschließlich unvermeidbare Stornierungskosten zuwendungsfähig.
 

Inwiefern können Berliner Jugendverbände das „Corona-Aufholpaket“ der Bundesregierung nutzen?

Anfang Mai hat die Bundesregierung ein „Corona-Aufholpaket“ für Kinder und Jugendliche beschlossen. Teil des Pakets ist auch die Förderung von Ferienmaßnahmen für Kinder und Jugendliche in den Jahren 2021 und 2022.

Berliner Jugendverbände können auf zwei Wegen Förderung für Ferienmaßnahmen erhalten. Zum einen erhalten die Bundesverbände Mittel über den KJP. Informationen darüber erhaltet ihr von euren Bundesverbänden. Zum anderen erhalten auch die Länder vom Bund Mittel zur Förderung von Ferienmaßnahmen (siehe Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona“ (Übersicht)).

Das Land Berlin stellte im Rahmen des Bundes-Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona“ als eine erste Maßnahme kurzfristig insgesamt 200.000 Euro für die Sommerferien 2021 für zusätzliche Angebote in Form von sprach-, sport- und bildungsorientierten Reisen und mehrtägigen Ferienangeboten zur Verfügung. Interessenbekundung konnten bis zum 18. Juni 2021 eingereicht werden.

Ein Interessenbekundungsverfahren für Maßnahmen in den weiteren Ferien bis inkl. Sommerferien 2022 wird zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt.

Empfehlungen für ein Hygienekonzept für Angebote der Jugendverbandsarbeit

Mit den Empfehlungen für ein Hygienekonzept wollen wir euch in den Jugendverbänden unterstützen, eigene Schutz- und Hygienekonzepte für eure Angebote zu entwickeln. Neben Hinweisen und Informationen findet ihr eine Liste von Empfehlungen für Veranstaltungen und Angebote der Jugendarbeit sowie für eure Gremienarbeit. Sie bieten euch Anhaltspunkte, woran ihr in der Planung eurer Maßnahmen denken solltet. Dennoch kann es natürlich sein, dass einige Aspekte, die für euch in eurem Verband möglicherweise eine Rolle spielen, hier nicht aufgeführt sind. Ihr könnt diese Empfehlungen jedoch sicher als Orientierung nutzen und sie auf eure individuelle Situation anpassen.


Trägerschreiben der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Die Trägerschreiben der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie haben für die Jugendverbandsarbeit vor allem empfehlenden Charakter, rechtsverbindlich ist weiterhin die SARS-CoV-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung des Berliner Senats in ihrer jeweils gültigen Fassung.


SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Berliner Senats

Rechtsverbindlich, auch für die Jugendverbandsarbeit, ist die SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Berliner Senats in ihrer jeweils gültigen Fassung.

SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung


Dauer und Gültigkeit der Vorgaben

Die Dritte SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Berliner Senats gilt vorerst bis einschließlich 25.07.2021. Die auf dieser Seite angegebenen Regelungen aus dem Trägerschreiben der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie gelten vom 04.06.2021 (bzw. die Ergänzungen vom 23.06.2021) bis zum 08.08.2021.
Die Vorgaben des Senats betreffen zudem auch die Angebote der Hilfen zur Erziehung, anderer Jugendhilfeleistungen, der Eingliederungshilfe, der ambulanten Maßnahmen nach dem Jugendgerichtsgesetz und der Beratungsstellen (Erziehungs- und Familienberatungsstellen, Fachberatungsstellen Kinderschutz).