Ein Graffiti auf einer Hauswand zeigt einen Jungen in Bomberjacke von hinten, der einen Fussball tritt. Der Fußball ist aber ein Coronavirus

Ab April 2022: Umgang mit der Corona-Pandemie in der Jugendverbandsarbeit

Seit 1. April 2022 gelten die meisten der bisherigen Maßnahmen und Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht mehr. Weiterhin in Berlin geltende Maßnahmen sind ab sofort in der SARS-CoV-2-Basisschutzmaßnahmenverordnung geregelt. Hier findet ihr Hinweise für die Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit zum Umgang mit der COVID-19-Pandemie.

Neben den weiterhin geltenden Regelungen, die für die Praxis der Jugendverbandsarbeit eine Rolle spielen, und Hinweisen zum eigenverantwortlichen Infektionsschutz sammeln wir auf dieser Seite zudem Informationen zu relevanten Studien im Zusammenhang mit Corona und der Jugendarbeit.

Stand: 18.10.2022

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Maßnahmen zum Infektionsschutz, die weiterhin in Berlin gelten, sollten wir bei der Planung von Angeboten auf dem Schirm haben?

Die Angebote der Kinder- und Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit sind wieder uneingeschränkt möglich.
Es besteht auch keine Maskenpflicht mehr in geschlossenen Räumen (SenBJF-Schreiben vom 01.04.2022).

Im Nahverkehr (also in Berliner Bussen, U- und S-Bahnen und Straßenbahnen) besteht in den Verkehrsmitteln weiterhin eine Maskenpflicht (§2(1) BaSchMV). Das gilt für alle Personen ab einem Alter von 6 Jahren. Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr müssen keine FFP2-Masken sondern medizinische Gesichtsmasken tragen (§1(3) Satz 2 BaSchMV). Sollte ein Nachweis über einen negativen Test erforderlich sein: Kinder unter sechs Jahren sind von dem Erfordernis einer negativen Testung ausgenommen, ebenso Schüler_innen, die sich regelmäßig in der Schule testen. Schüler_innen können das durch Vorlage des Schüler_innenausweises nachweisen. Das gilt nicht in den Schulferien (§3(2) BaSchMV).

Alle Regelungen bezüglich der Isolation von Personen, die positiv auf eine Corona-Infektion getestet wurden, gelten unverändert fort. Bei Reisen in andere Bundesländer gelten die jeweils dort gültigen Verordnungen. Je nach Infektionsgeschehen in der Zielregion bzw. im jeweiligen Bundesland kann es sein, dass die „Hotspot“-Regelung greift und stärkere Beschränkungen gelten. Es kann sein, dass einige Einrichtungen, die ihr besuchen möchtet (Museen, etc.) von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und weiterhin bei der Maskenpflicht bleiben. Erkundigt euch im Vorfeld, ob das der Fall ist, so dass alle Teilnehmenden eine entsprechende Gesichtsmaske dabei haben. 

Wozu bin ich als Arbeitgeber_in weiterhin verpflichtet?

Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) ist zum 25.05.2022 außer Kraft getreten. Aktuell sind Arbeitgeber_innen zu keinen Maßnahmen verpflichtet.

Natürlich könnt ihr weiterhin Maßnahmen zum Infektionsschutz treffen, zum Beispiel durch

  • das Tragen von medizinischen Gesichtsmasken
  • die Einhaltung des Mindestabstands von 1,50 Metern
  • die Reduzierung der Personenzahl in gleichzeitig genutzten Innenräumen
  • das Angebot an Beschäftigte, geeignete Tätigkeiten möglichst im Homeoffice auszuführen
  • Telefonkonferenzen und virtuelle Konferenzen als Ersatz für Präsenzbesprechungen und zur Vermeidung von Dienstreisen

Aufgrund der entfallenen Rechtsgrundlagen sind Arbeitgeber_innen nicht mehr berechtigt, für die Mitarbeiter_innen einen 3G-Nachweis zur Zugangsvoraussetzung zu machen.
Bitte beachtet auch, dass laut Aussage der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Aufwendungen für die Beschaffung von Tests für Beschäftigte nicht zuwendungsfähig sind, solange eine Testpflicht gesetzlich nicht vorgeschrieben ist.

Weitere Informationen und Empfehlungen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum betrieblichen Infektionsschutz nach Auslaufen der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung gibt es unter https://www.bmas.de/DE/Corona/Fragen-und-Antworten/Fragen-und-Antworten-ASVO/faq-corona-asvo.html.  

Wie kann ein negatives Testergebnis erbracht werden?

Der Nachweis eines negativen Corona-Tests ist nur noch in wenigen Bereichen bzw. Einrichtungen erforderlich. Diese Orte sind in §4 BaSchMV geregelt. Neben Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen besteht bspw. in Geflüchtetenunterkünften auch für Besucher_innen eine Testpflicht.

Ist der Nachweis über einen negativen Test gefordert, kann dieser laut §3(1) BaSchMV entsprechend §22a(3) Nr. 3 IfSG erbracht werden, indem die Teilnehmenden vor Ort einen Schnelltest durchführen lassen, unter Aufsicht der Verantwortlichen einen Selbsttest machen oder eine Bescheinigung über ein negatives PoC-Testergebnis, der nicht länger als 24 Stunden zurückliegt, mitbringen.

Ausgenommen vom Nachweis eines negativen Tests sind Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr sowie Schüler_innen, die einer regelmäßigen Testung im Rahmen des Schulbesuchs unterliegen (§3(2) BaSchMV). Als Nachweis genügt (außer in den Schulferien) der Schüler_innenausweis.

Werden Jugendverbänden weiterhin Tests zur Verfügung gestellt? Was gilt für die Herbstferien?

Seit Frühjahr 2022 werden Tests von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie nur noch für Ferienmaßnahmen (Reisen und andere Angebote) zur Verfügung gestellt, sowohl für Mitarbeiter_innen als auch für Kinder und Jugendliche.

Auch für die Herbstferien werden wieder Tests ausgegeben, sowohl für Mitarbeiter_innen als auch für Teilnehmer_innen an den Angeboten (2 Tests pro Woche pro Person).

Es besteht keine Testpflicht, die Nutzung der Tests ist freiwillig.

Die Testausgabe findet jeweils am Donnerstag und Freitag in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Bernhard-Weiß-Straße 6, 10178 Berlin, Raum 5 A 33, zwischen 9.00 und 14.00 Uhr, statt.

Bitte bringt zur Abholung Transportmöglichkeiten und den ausgefüllten Abholschein mit:

Masken werden im Rahmen der zur Verfügung stehenden Ressourcen ebenfalls weiter ausgegeben.

Selbsttests, die für Maßnahmen in den Herbstferien selbst beschafft werden, sind zuwendungsfähig.

Sind Selbst- bzw. Schnelltests für Teilnehmende zuwendungsfähig? Wie ist es mit FFP2-Masken und Desinfektionsmitteln?

Selbst- bzw. Schnelltests sind seit Frühjahr 2022 nur noch für Ferienmaßnahmen zuwendungsfähig.

Für freiwilliges Testen bei Maßnahmen in den Herbstferien (Reisen und andere Angebote) werden von der SenBJF wieder Selbsttests zur Verfügung gestellt (wöchentlich 2 Tests pro Person, siehe oben). Tests, die ihr für eure Herbstferienmaßnahmen selbst besorgt, sind zuwendungsfähig.

Weitere Vorkehrungen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens im Rahmen von Angeboten der Jugendarbeit sind zuwendungsfähig und können über die Förderung des Landes Berlin abgerechnet werden, dazu gehören Gesichtsmasken und Desinfektionsmittel.

Welche Konsequenzen haben die Corona-Pandemie und die damit verbundenen fehlenden Teilnahmetage und Juleicas für die Förderung der nächsten Jahre?

Die Förderung für die einzelnen Jugendverbände wird auf dem Niveau von 2021 eingefroren und für die Jahre 2022, 2023 und 2024 nicht wie sonst an die Anzahl von Angeboten wie Seminare, Ferienfahrten oder internationale Begegnungen von vor zwei Jahren gekoppelt. So wird sichergestellt, dass die Jugendverbände keine Verluste in ihrer Förderung haben werden, nur weil sie 2020, 2021 und 2022 pandemiebedingt weniger Angebote an Kinder und Jugendliche machen konnten.

Sind Stornierungsgebühren zuwendungsfähig?

Ja, sofern Stornierungsgebühren vertraglich vereinbart waren. Bei der Buchung von Reisen bei Fremdveranstaltern ist auf die Stornierungsbedingungen zu achten. Es sind ausschließlich unvermeidbare Stornierungskosten zuwendungsfähig.

Was gibt es aktuelles zum Programm "Stark trotz Corona"?

Im Rahmen des Programms „Stark trotz Corona“ können auch im Jahr 2022 zusätzliche Angebote von Jugendverbänden und Jugendbildungsstätten gefördert werden. Eine Antragstellung für Maßnahmen im Jahr 2022 war bis 14.11.2021 beim Landesjugendring möglich.

Ansprechpartnerin für die Förderung ist Silke Rühmann (Tel.: 030/81886114 | ruehmann@ljrberlin.de)

Wo finde ich Informationen über die COVID-19-Pandemie in weiteren Sprachen / DGS / leichter Sprache und für Kinder? 

Auf diesen Webseiten gibt es Informationen zur Corona-Pandemie in verschiedenen Sprachen, in Deutscher Gebärdensprache, in leichter Sprache und/oder Erklärungen für Kinder:

Lebenshilfe: Corona-Virus in Leichter Sprache
Diakonie Deutschland: Informationen zum Corona-Virus und zur Corona-Impfung in Leichter Sprache

Forum Transfer: Wichtiges Wissen für alle: Erklärungen rund um Corona

Unter welchen Voraussetzungen sind die sogenannten "Bürger_innentests" noch kostenlos?

Seit dem 30.06.2022 sind die zuvor kostenfreien Corona-Tests („Bürger_innentests“) nur noch unter bestimmten Voraussetzungen kostenfrei.

Anspruch auf kostenlose Tests haben:

  • Kinder bis zu ihrem fünften Geburtstag
  • Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, z.B. Schwangere
  • Personen, die zum Zeitpunkt der Testung an klinischen Studien zur Wirksamkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus teilnehmen
  • Personen die sich nach einer überstandenen Infektion „freitesten“
  • Besucher_innen oder Bewohner_innen in stationären bzw. ambulanten Pflege- und Krankeneinrichtungen
  • pflegende Angehörige
  • Haushaltsangehörige von nachweislich Infizierten
  • Menschen mit Behinderungen und deren Betreuungskräfte

Einen Test gegen 3,- EUR Eigenbeteiligung erhalten Personen für private Anlässe, wenn sie bspw. Veranstaltungen besuchen wollen, vor Familienfeiern, Theaterbesuchen, etc. Auch wenn die Corona-Warn-App eine rote Kachel zeigt, kostet der Test 3,- EUR.

Weitere Infos unter https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus/nationale-teststrategie/coronavirus-testverordnung.html

 

Wo finde ich weitere Informationen zum Thema Ferienfreizeiten und Corona? Welche Regelungen gelten in den anderen Bundesländern?

Die Fachstelle Jugendreisen beim Bundesjugendring bietet Beratung und Vernetzung zu allen Themen von jugendverbandlichen Freizeitmaßnahmen, unter anderem auch zum Umgang mit den Auswirkungen der Coronapandemie.

Viele Landesjugendringe fassen auf ihren Websites die jeweiligen Landesregelungen zusammen und halten zum Teil auch weitere Hinweise zum Umgang mit der Pandemie in der Jugendarbeit bereit. Folgende Landesjugendringe haben zurzeit entsprechende Informationen zusammengestellt: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein.

Eigenverantwortliche Schutzmaßnahmen für eure Angebote

Seit dem 1. April 2022 sind die Angebote der Kinder- und Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit wieder uneingeschränkt möglich. Das bedeutet - rechtlich, und so lange Berlin nicht zum „Hotspot“ erklärt wird - keine Maskenpflicht, keine Testpflicht, keine Abstands- oder Zugangsregeln, keine Begrenzung der Teilnehmendenzahl, keine Pflicht für Hygienekonzepte bei Veranstaltungen.

Die COVID-19-Pandemie ist jedoch nicht vorbei und Schutz- und Hygienemaßnahmen bleiben sinnvoll. Die Verantwortung für die Gestaltung und Durchführung der Angebote liegt bei den Verbänden, und natürlich könnt ihr weiterhin Schutz- und Hygienemaßnahmen vereinbaren, so dass sich alle im Verband sicher fühlen. Auch wenn nicht mehr die Pflicht besteht, bei Veranstaltungen und Angeboten Hygienekonzepte zu erstellen, könnt ihr euch dennoch überlegen, gemeinsam einige Regeln zu vereinbaren:

Möglicherweise werden auch weiterhin einige Veranstaltungen (zum Teil) online stattfinden. Für die Gestaltung von Online-Juleica-Schulungen empfehlen wir unsere Methodensammlung auf https://ljrberlin.de/juleica-online.

Studien und Expertisen zu den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie

Burn-out, Stress, Depressionen: Sehr viele Kinder leiden unter psychischen und psychosozialen Belastungen, die auf die Corona-Pandemie zurückzuführen sind. Wir gehen davon aus, dass die Folgen der Pandemie die Jugendarbeit und Jugendverbände noch lange Zeit beschäftigen werden. Daher bieten wir hier eine Übersicht über relevante Studien, die Folgen und Auswirkungen, aber auch den möglichen Umgang damit thematisieren.

JuCo 1 (2020): Erfahrungen und Perspektiven von jungen Menschen während der Corona-Maßnahmen

„Jugendliche und junge Erwachsene haben nicht den Eindruck, dass ihre Interessen in der derzeitigen Krise zählen.“ Das ist eines der zentralen Ergebnisse der ersten bundesweiten JuCo-Studie.
Zu den Ergebnissen der Studie

JuCo 2 (2020): „Die Corona-Pandemie hat mir wertvolle Zeit genommen“

„Die Corona-Pandemie hat mir wertvolle Zeit genommen“: Im November 2020 wurden ein weiteres Mal bundesweit junge Menschen zu ihren Erfahrungen während der Corona-Zeit online befragt.
Zu den Ergebnissen der Studie

JuCo 3 (2021): Verpasst? Verschoben? Verunsichert? Junge Menschen gestalten ihre Jugend in der Pandemie

Im Working-Paper werden erste Ergebnisse aus der Auswertung von JuCo III vorgestellt mit dem Fokus, wie Jugendliche und junge Erwachsene selbst ihre Lage nach fast zwei Jahren Pandemie einschätzen und welche Veränderungen sich über den Zeitraum von Frühjahr 2020 bis Winter 2021 nachzeichnen lassen.
Zu den Ergebnissen der Studie

KiCo-Studie (2020): Kinder, Eltern und ihre Erfahrungen während der Corona-Pandemie

Die weitreichenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben den Alltag vieler Familien in erheblichem Umfang verändert. Die KiCo-Studie gibt unter anderem einen Einblick, wie sich die Pandemie in Familien auf die Situation zu Hause auswirkt.
Zu den Ergebnissen der Studie

COPSY (seit 2020)

Die COPSY-Längsschnittstudie untersucht die Auswirkungen und Folgen der COVID-19 Pandemie auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Die Studie wird von Frau Prof. Dr. Ravens-Sieberer geleitet und von der Forschungsabteilung Child Public Health am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durchgeführt.
Zu den Ergebnissen der Studie

DJI (2020): Kind sein in Zeiten von Corona. Ergebnisbericht zur Situation von Kindern während des Lockdowns im Frühjahr 2020

Die Coronavirus-Pandemie hat den Alltag von Familien in Deutschland vollkommen verändert. Wie sich Kita- und Schul- Schließungen sowie stark eingeschränkte Kontakte im Frühjahr 2020 auf das Familienklima sowie das Wohlbefinden der Kinder auswirkte und was ihnen dabei half, mit den Veränderungen zurechtzukommen, zeigen die Ergebnisse der Studie "Kind sein in Zeiten von Corona" des Deutschen Jugendinstituts (DJI).
Zu den Ergebnissen der Studie

DBJR (2022): Auswirkungen der Coronapandemie auf jugendverbandliche Freizeitmaßnahmen

Die Coronapandemie hatte und hat massive Auswirkungen auf die Kinder- und Jugendarbeit. Insbesondere die von ehrenamtlichem Engagement junger Menschen getragenen Freizeitmaßnahmen wie Zeltlager, Ferienfahrten und Jugendreisen waren durch die Kontaktbeschränkungen erheblich beeinträchtigt. Das Wegbrechen von Ehrenamtlichen wirkt sich dabei dauerhaft auch weit über die Phase der Kontaktbeschränkungen aus.
Bei der Umfrage des DBJR im Frühsommer 2022 haben 805 für Freizeitmaßnahmen Verantwortliche aus den im Bundesjugendring organisierten Jugendverbänden und Jugendringen teilgenommen. Die Breite der antwortenden Jugendverbände aus allen Feldern der Jugendarbeit, der Einbezug aller Ebenen (kommunal, regional, Bundes- und Landesebene) sowie die Verteilung der Antworten auf die Bundesländer lassen darauf schließen, dass hier ein verlässliches Gesamtbild gewonnen werden konnte. Ergebnisse der Studie: https://www.dbjr.de/fileadmin/PDFtmp/Jugendreisen/2022-DBJR-Auswertungsbericht-Corona-Freizeit.pdf

Beratungsstellen und Notfallnummern

Die COVID-19-Pandemie und ihre Folgen sowie die Einschränkungen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens waren und sind für Kinder und Jugendliche sehr belastend und herausfordernd. Kontaktbeschränkungen, (gewachsene) prekäre wirtschaftliche Situationen der Familie, das Gefühl der verlorenen Zeit, Homeschooling und Zukunftssorgen – junge Menschen befinden sich nach wie vor in einer schwierigen Situation, die Frustration, Ängste, Depression, Wut und viele andere Gefühle hervorruft. Hier ist es hilfreich, bei Angeboten auch immer die (Planungs-)Offenheit mitzubringen, bei Bedarf einen Raum zu schaffen für Austausch. Achtet auch besonders (und noch mehr als sonst) auf einen sensiblen und wertschätzenden Umgang miteinander.

Sollte deutlich werden, dass bei Kindern- und Jugendlichen möglicherweise schwerwiegendere Probleme oder gar ein Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung vorliegen, so solltet ihr euch immer unverzüglich und direkt Hilfe bei Expert_innen holen. Eine Liste von Beratungsstellen sowie Notfallnummern, wenn ihr sofort Hilfe benötigt, findet ihr hier: https://ljrberlin.de/themen/kinderschutz

Um Kinder, Jugendliche sowie deren Eltern bei der Bewältigung der Corona-Zeit zu unterstützen, hat die Kinder- und Jugendpsychiatrie des LMU Klinikums in Partnerschaft mit der Beisheim Stiftung die Webseite „Corona und Du“ entwickelt: Ein Infoportal für Kinder und Jugendliche, die durch die Krise belastet sind oder bei denen das Risiko einer Belastung besteht. Auf Basis wissenschaftlicher Evidenz stellt das Portal alltagsnahe Hilfsangebote zum Umgang mit aktuellen Herausforderungen bereit, z.B. Tipps zur Stress-Bewältigung und Anregungen zu positiven Aktivitäten.

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Dauer und Gültigkeit der Verordnung / des Trägerschreibens

Die SARS-CoV-2-Basisschutzmaßnahmenverordnung gilt bis einschließlich 28.10.2022.