Corona-Empfehlungen für die Berliner Jugendarbeit

Inwiefern können Angebote der Jugendarbeit stattfinden? Was ist zu beachten? Auf dieser Seite wollen wir die häufigsten Fragen, die uns aus der Praxis der Jugendverbände erreichen, beantworten. Zudem gibt es hier ein Muster-Hygienekonzept, alle bisherigen und das aktuelle Trägerschreiben der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie sowie weitere Informationen zum Thema Schnell- und Selbsttests.

An dieser Stelle wollen wir Fragen beantworten, die in den letzten Wochen an uns herangetragen wurden. Wir beantworten die Fragen nach bestem Wissen und Gewissen auf Basis der Berliner SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.

Wenn ihr hier keine Antworten auf eure Fragen findet, könnt ihr euch jederzeit gerne in der Geschäftsstelle melden. Wir bemühen uns dann, gemeinsam Antworten zu finden.

Bitte beachtet insbesondere bei Fragen zur Umsetzung von Angeboten und Maßnahmen, dass nicht alles, was rechtlich möglich ist, auch pädagogisch und im Sinne des Infektionsschutzes sinnvoll ist. Bei der Einschätzung, welche Maßnahmen und Veranstaltungen ihr als Jugendverbände durchführt, habt ihr eine eigene Verantwortung. Dabei bietet das Schreiben der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie eine gute Orientierung.

Wir sind bemüht, diese Seite und alle hier verlinkten Dokumente ständig entsprechend der derzeitig gültigen Verordnungen zu aktualisieren. Bitte beachtet in jedem Fall das Datum des aktuellen Stands hier und im Musterhygienekonzept.  

Stand: 06.10.2021

Veranstaltungen, Angebote und Maßnahmen der Jugendarbeit

Welche Regeln gelten aktuell für Angebote der Jugend(verbands)arbeit?

Seit dem 04.06.2021 sind in Einrichtungen und Projekten der Jugendarbeit, der Jugendverbandsarbeit (inklusive Jugendbildungsstätten) und der Jugendsozialarbeit wieder Präsenzangebote möglich. Natürlich müssen weiterhin die einrichtungsbezogenen Hygiene- und Schutzkonzepte eingehalten werden.

Laut SenBJF-Schreiben vom 05.10.2021 gilt für Angebote der Jugendarbeit, der Jugendverbandsarbeit und der Jugendsozialarbeit folgendes:

Eine Zugangsberechtigung für den Besuch der Einrichtungen haben junge Menschen, die unter die sogenannte 3G-Regelung fallen. Sie müssen entweder vollständig geimpft, genesen oder 2 x wöchentlich mit einem Selbsttest getestet worden sein, es sei denn, die regelmäßige Testung ist in der Schule erfolgt. Doppeltestungen sind dabei zu vermeiden. Da die Zielgruppe und die Ziele der o. g. Leistungen (§§ 11, 12, 13.1 nach dem SGB VIII) nicht vom Impfstatus einer Covid-19-Schutzimpfung abhängig sind, sind 2G-Angebote nicht zulässig.

Die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske in geschlossenen Räumen wird für Kinder bis zum 12. Lebensjahr sowohl für den Offenen Bereich als auch für die Durchführung von Gruppenangeboten und Veranstaltungen aufgehoben.

Für Kinder und Jugendliche über 12 Jahren gilt - analog zum Schulbereich - die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Ausgenommen davon sind für diese Altersgruppe Gruppen- und Sportangebote, zu denen auch körperliche Aktivitäten wie Tanz oder artistische Zirkusdarbietungen gehören, sowie alle Angebote im Freien.

Hygiene- und Schutzkonzepte müssen natürlich weiterhin eingehalten werden.

Laut SenBJF-Schreiben vom 05.10.2021 gilt entsprechend der Trägerschreiben vom 04.08., 30.08. und 10.09.2021 weiterhin, dass für Aktivitäten, die drinnen stattfinden, Räume genutzt werden sollen, in denen alle einen Abstand von 1,5 Meter einhalten können und die regelmäßig gelüftet werden können. Auch tägliche Anwesenheitslisten (Name, Anschrift, Telefonnummer) sind weiterhin zu führen, die 2 Wochen aufbewahrt werden müssen (§4 Abs. 2 SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung).

Bitte beachtet bei euren Angeboten die weiterhin geltende Maskenpflicht an Orten, die ihr möglicherweise besucht, wie bspw. Museen. Auch im ÖPNV gilt weiterhin die Maskenpflicht. Solltet ihr Räume für eure Angebote mieten, gelten die Regeln des Veranstaltungsortes.

Weiter gelten auch die Ausführungen aus dem SenBJF-Schreiben vom 23.06.2021:

  • Aushänge zu den Abstands- und Hygieneregeln (Abstand halten, geeignete Händehygiene, Husten- und Niesetikette sowie ausreichende Lüftung beim Aufenthalt in geschlossenen Räumen) sind gut sichtbar anzubringen.
  • Aktivitäten in Gruppen sollten soweit möglich grundsätzlich im Freien stattfinden.
  • Mit der Dritten SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 15.06.2021 hat der Senat die allgemeine Sportausübung im Freien auch wieder vollständig und ohne Einschränkungen zugelassen (§30). Ergänzend dazu steht im SenBJF-Schreiben vom 30.08.2021, „dass zur Sportausübung auch körperliche Aktivitäten wie Tanz oder artistische Zirkusdarbietungen gehören, so dass hierbei keine Gesichtsmaske getragen werden muss".

Laut der Dritten SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gilt (unter Beachtung der in der Verordnung beschriebenen Hygiene- und Schutzregeln) aktuell folgendes:

  • Es ist möglich, Veranstaltungen mit bis zu 1000 Personen in Innenräumen bzw. 2000 Personen im Freien durchzuführen (§11(2)). Das gilt bspw. auch für Seminare, Gruppenstunden, Gremiensitzungen oder Juleica-Schulungen der Jugendverbände. Abweichungen bezüglich der Personenzahl in Innenräumen sind unter bestimmten Bedingungen möglich (siehe §11(4)).
  • Es ist möglich, „pädagogisch begleitete Außenaktivitäten von Angeboten der Jugendhilfe“ im öffentlichen Raum ohne Begrenzung der Personenzahl durchzuführen (§9(5)). Das gilt bspw. für Gruppenangebote auf öffentlichen Plätzen, in Parks, Forsten u.ä.
  • Es muss eine Anwesenheitsdokumentation gemäß §4(1) über die Treffen (Veranstaltungen) geführt werden (§11(5)). Dafür könnt ihr diese Vorlage nutzen.
  • Bei Veranstaltungen mit mehr als 20 Anwesenden muss entsprechend der speziellen Anforderungen des jeweiligen Angebots ein individuelles Hygienekonzept erstellt werden mit der Zielsetzung, Kontakte durch Mindestabstände und ggf. Beschränkung der Teilnehmendenzahl zu reduzieren, Warteschlangen zu vermeiden, eine ausreichende Durchlüftung zu gewährleisten und die Kontaktnachverfolgung sicherzustellen (§5(1)). Das Hygienekonzept muss der zuständigen Behörde vorgelegt werden, wenn diese es verlangt (§5(1)).
  • An Veranstaltungen in geschlossenen Räumen dürfen nur Personen teilnehmen, die negativ getestet sind. Gleiches gilt für Veranstaltungen im Freien mit mehr als 100 zeitgleich anwesenden Personen (§11(8)). Wie ein negatives Testergebnis nachgewiesen werden muss, ist in §6 geregelt und in diesem FAQ unter „Testen“ erläutert. Von der Testpflicht befreit sind Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr und Schüler_innen, die regelmäßig in der Schule getestet werden (§6(3)) sowie vollständig Geimpfte und Genesene entsprechend §8. Schüler_innen weisen sich durch ihren Schüler_innenausweis aus (§6(3)).
  • Auf Veranstaltungen sind die Bestuhlung und Anordnung der Tische so vorzunehmen, dass zwischen Personen ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird oder ein ausreichender Infektionsschutz durch andere Schutzmaßnahmen (nach unserer Interpretation können das medizinische Gesichtsmasken sein) oder Schutzvorrichtungen gewährleistet werden kann (§11(3)). Der Mindestabstand von 1,50 m kann unterschritten werden, sofern der Schutz vor Tröpfcheninfektionen und Aerosolen sichergestellt ist oder alle anwesenden Besucher_innen negativ getestet sind (§11(3)).
  • Bei Veranstaltungen besteht für die Teilnehmer_innen Maskenpflicht. Sofern der Mindestabstand nach Absatz 3 Satz 1 und 2 unterschritten wird und nicht alle anwesenden Besucherinnen und Besucher negativ getestet sind, besteht die Maskenpflicht auch am fest zugewiesenen Platz. Die Anwesenheit der Teilnehmer_innen ist zu dokumentieren (§11(5)).
  • Das Singen im Freien und am Lagerfeuer ist erlaubt. Gemeinsames Singen in geschlossenen Räumen ist dann erlaubt, wenn die besonderen Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen der Senatsverwaltung für Kultur und Europa berücksichtigt werden (§11(7)). 
  • Übernachtungen in Jugendbildungsstätten und anderen Gruppenunterkünften sind erlaubt, Voraussetzung ist ein entsprechendes Hygienerahmenkonzept der Betreiber_innen nach Vorgaben der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Beherbergt werden dürfen nur Personen, die am Tag der Anreise negativ getestet sind und darüber hinaus an jedem dritten Tag des Aufenthalts ein negatives Testergebnis nachweisen. Die Bewirtung von beherbergten Personen ist zulässig, ohne dass diese negativ getestet sind (§19(2)). Die Anwesenheit der Gäste ist vom Beherbergungsbetrieb zu dokumentieren (§19(3)). Bezüglich der Abstandsregelungen bei der Bewirtung gilt §18.
 

Welche Regelungen gelten für die Herbstferienangebote?

Laut aktuellem SenBJF-Schreiben vom 05.10.2021 haben junge Menschen, die unter die sogenannte 3G-Regelung fallen, Zugang zu ein- und mehrtägigen Ferienangeboten. Die Teilnehmer_innen müssen entweder vollständig geimpft oder genesen sein oder ein negatives Testergebnis (Nachweis von einer zugelassenen Teststelle oder durch Testung vor Ort) vor Durchführung des Angebotes vorlegen.

Die Testung vor Ort muss unter Anleitung und Aufsicht des pädagogischen Personals durchgeführt werden. Bei Minderjährigen ist hierfür die Einwilligung von den Personensorgeberechtigten einzuholen.

Bei Angeboten ab 5 Tagen sind pro Woche zwei negative Testergebnisse vorzulegen (entfällt bei geimpften und genesenen Teilnehmer_innen). Den freien Trägern der Jugendarbeit, der Jugendverbandsarbeit und der Jugendsozialarbeit werden für die Ferienmaßnahmen bei Bedarf zusätzliche Selbsttests durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie zur Verfügung gestellt.

 

Wohin können Ferienreisen gehen? Welche Verordnungen gelten bei Gruppenfahrten in andere (Bundes)Länder?

Die Zielorte können sowohl in Deutschland als auch in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sein. Dies gilt nicht für Reisen in vom Robert-Koch-Institut Berlin (RKI) bzw. vom Auswärtigen Amt benannte Risikogebiete.

Bei Reisen in andere Bundesländer gelten die jeweils dort gültigen Verordnungen. Bei Reisen mit Jugendlichen in Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sind die individuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes für das jeweilige Land bei der Planung und Durchführung strikt zu beachten.

Die SenBJF weist in ihrem Schreiben vom 01.06.2021 zudem auf folgendes hin: „Vor der Durchführung von Reisen in Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ist durch die jeweiligen öffentlichen oder freien Träger eine Risikoabwägung durchzuführen und mit den Erziehungsberechtigen zu kommunizieren. Insbesondere bei Reisezielen im Ausland ist in eigener Verantwortung eine genaue Recherche möglicher Beschränkungen bei Ein- und Ausreise sowie während des Aufenthaltes zwingend erforderlich.“

 

Was ist bei der Erstellung eines Hygienekonzepts zu beachten? Muss es im Vorfeld der Veranstaltung vorgelegt werden?

Bei allen Veranstaltungen mit mehr als 20 Anwesenden muss entsprechend der speziellen Anforderungen des jeweiligen Angebots ein individuelles Schutz- und Hygienekonzept erstellt werden mit der Zielsetzung, Kontakte durch Mindestabstände und ggf. Beschränkung der Teilnehmendenzahl zu reduzieren, Warteschlangen zu vermeiden, eine ausreichende Durchlüftung zu gewährleisten und die Kontaktnachverfolgung sicherzustellen (§5(1)). Das Hygienekonzept muss der zuständigen Behörde vorgelegt werden, wenn diese es verlangt (§5). Der LJR hat Empfehlungen für ein Hygienekonzept formuliert, die die Berliner Jugendverbände als Vorlage für eigene Hygienekonzepte nutzen können. Bitte beachtet, dass ihr dieses Konzept an die jeweiligen Bedingungen eurer Veranstaltung anpassen müsst.


Was sind die AHA+L-Regeln?

Die AHA+L-Regeln stehen für Abstand halten, Hygiene beachten, im Alltag Maske tragen, regelmäßiges Lüften. 

 

Welche Ausnahmeregeln gibt es für geimpfte und genesene Personen?

Laut §8 müssen vollständig geimpfte und genesene Personen kein negatives Testergebnis vorweisen, wenn das die Voraussetzung ist, um ein Angebot zu nutzen oder eine Veranstaltung zu besuchen. Sie müssen dann entsprechend nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind. Weitere besondere Regelungen, die für geimpfte und genesene Personen gelten, sind unter www.berlin.de/corona/massnahmen/abstands-und-hygieneregeln/#ausnahmeverordnung aufgeführt. Dort und unter §8 ist auch erläutert, wann eine Person als vollständig geimpft oder als genesen gilt.

Juleica

Müssen Juleica-Schulungen einen Präsenzanteil haben?

Ob und inwiefern Juleica-Grundausbildungen einen Präsenzanteil haben müssen, ist nicht in der Ausführungsvorschrift (AV) Juleica geregelt. Wir empfehlen jedoch einen Präsenzanteil von 20 Stunden.

Letztlich entscheiden die Träger, ob die durchgeführte Juleica-Schulung im jeweilig angebotenen Online- und/oder Offline-Format den erforderlichen Kriterien entspricht und eine Juleica beantragt werden kann.


Welche Bedingungen gelten für Veranstaltungen zur Verlängerung der Juleica?

Veranstaltungen für die Verlängerung einer Juleica können auch im kompletten Umfang digital stattfinden. Die Auffrischung eines Erste-Hilfe-Kurses muss jedoch in Präsenz stattfinden.


Gibt es aufgrund der aktuellen Situation Ausnahmeregelungen für die Juleica?

Ja, es gibt für 2021 bezüglich der Gültigkeit, der Grundausbildung und der Verlängerung Ausnahmeregelungen. Diese sind auf der Seite des Deutschen Bundesjugendring (DBJR) aufgeführt.

Testen

Welche Hinweise zum Testen gelten aktuell?

Besucher_innen von Jugendfreizeiteinrichtungen, die über 6 Jahre alt sind, sollen laut SenBJF-Schreiben vom 30.08.2021 und analog zu den Regelungen im Schulbereich zwei Mal wöchentlich mit Selbsttest getestet werden. Das ist nicht nötig, wenn bereits in der Schule getestet wurde. Bei Minderjährigen ist für die Selbsttests in Einrichtungen das Einverständnis der Eltern/Personensorgeberechtigten einzuholen. Vollständig Geimpfte und Genesene müssen nicht getestet werden. Die Gültigkeit des SenBJF-Schreibens vom 30.08.2021 wurde mit Schreiben vom 10.09.2021 bis zum 03.10.2021 verlängert.


Werden für die Herbstferien für die Teilnehmer_innen an Angeboten Selbsttests zur Verfügung gestellt?

Für die Herbstferien stellt die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie laut SenBJF-Schreiben vom 15.09.2021 zusätzliche selbsttestfähige Antigen-Schnelltests für die Ferienangebote zur Verfügung. Diese sind nicht nur für alle Mitarbeitenden, die regelmäßig im Face to Face-Kontakt mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, sondern auch für die Kinder und Jugendlichen gedacht.

Ansonsten bleibt es bei der üblichen Zuteilung von einem Selbsttest pro Woche für die Mitarbeiter_innen, Honorarkräfte, Praktikant_innen, Auszubildenden, FSJler_innen und technischem Personal. Für weitere notwendige Tests gemäß aktueller Infektionsschutzmaßnahmenverordnung bleiben unverändert die Arbeitgeber_innen verantwortlich.

Die Verteilung von Masken ist nur möglich, wenn diese ausreichend vorhanden sind. Eine ausschließliche Ausgabe von Masken ist von der SenBJF nicht vorgesehen.

Zur Abholung der Schnelltests:

Bitte bringt den ausgefüllten Vordruck zur Abholung mit:

Die Test-Kits können wie bisher montags und dienstags je Woche jeweils zwischen 10.00 Uhr und 15.00 Uhr im Raum 5 A 38 in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (Bernhard-Weiß-Str. 6, 10178 Berlin) abgeholt werden. Eine gesonderte Terminabsprache ist nicht notwendig!


Worin unterscheiden sich Selbst- und Schnelltests?

Antigen-Schnelltests können nur durch geschultes Personal durchgeführt werden. Dafür wird ähnlich wie beim PCR-Test ein Nasen- oder Rachenabstrich gemacht. Die Auswertung erfolgt im Gegensatz zu den PCR-Test aber direkt vor Ort. Seit dem 08.03.2021 hat jede_r Anspruch auf mindestens einen Schnelltest pro Woche. Sämtliche Berliner Schnelltestmöglichkeiten sind unter https://test-to-go.berlin zu finden.

Selbsttests sind zur Anwendung durch Privatpersonen bestimmt. Dafür muss die Probenentnahme und -auswertung entsprechend einfach sein. Der Test kann zum Beispiel mit einem Nasenabstrich (im vorderen Nasenbereich) oder mit Speichel erfolgen. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie stellt FAQs und Erklärvideos für die Anwendung von Selbsttests zur Verfügung.

Schnell- und Selbsttests haben gegenüber den PCR-Tests eine höhere Fehlerrate. Daher sollte unbedingt nach jedem positiven Schnell- und/oder Selbsttest immer ein PCR-Test zur Bestätigung erfolgen.


Wie können Teilnehmende einer Veranstaltung ein negatives Testergebnis vorweisen?

Bei Veranstaltungen in Innenräumen besteht ab 50 Personen Testpflicht, im Freien gilt ab 750 Personen generell Testpflicht (§11(8)). Der Nachweis über einen negativen Test kann laut §6 erbracht werden, indem die Teilnehmenden

  1. vor Ort einen Schnelltest durchführen lassen,
  2. unter Aufsicht der Verantwortlichen einen Selbsttest machen,
  3. eine Bescheinigung über ein negatives PoC-Testergebnis, der nicht länger als 24 Stunden zurückliegt, mitbringen
    oder
  4. eine Bescheinigung über einen negativen PCR-Test, der nicht länger als 48 Stunden zurückliegt, mitbringen.

Bei 1. und 2. haben die Teilnehmenden einen Anspruch darauf, eine Bescheinigung zu erhalten. Für die Bescheinigung des Testergebnisses soll dieses Muster verwendet werden: https://www.berlin.de/corona/media/downloads/

Die Durchführung der Testung ist in der Anwesenheitsdokumentation nach §4(1) zu vermerken.

 

Wie weisen Schüler_innen in der Freizeit nach, dass sie in der Schule getestet wurden?

Nach §6 Abs. 3 sind Schüler_innen, die regelmäßig in der Schule getestet werden, von einer möglichen Testpflicht befreit. Laut den Informationen der SenBJF zum Schulbetrieb erfolgt der Nachweis durch Vorlage eines gültigen Schüler_innenausweises. Das ersetzt die Testpflicht als Teil von 3G in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, in denen 3G gilt. Ein schriftlicher Nachweis der Schule über einen negativen Coronatest ist nicht notwendig.


Wer ist von der Testpflicht befreit?

Von der Testpflicht befreit sind Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr sowie Schüler_innen, die im Rahmen des Schulbesuchs regelmäßig getestet werden (§6 (3)). Ebenfalls befreit sind vollständig geimpfte und genesene Personen entsprechend §8.
Vollständig geimpft und genesen bedeutet laut §8:

"1. Geimpfte Personen, die mit einem von der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff gegen Covid-19 geimpft sind und deren letzte erforderliche Impfung mindestens 14 Tage zurückliegt,

2. Genesene Personen, die ein mehr als sechs Monate zurückliegendes positives PCR-Testergebnis auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachweisen können und die mindestens eine Impfung gegen Covid-19 mit einem von der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff erhalten haben und deren letzte Impfung mindestens 14 Tage zurückliegt, sowie

3. Genesene Personen, die ein mindestens 28 Tage und höchstens sechs Monate zurückliegendes positives PCR-Testergebnis auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachweisen können."


Wenn alle Teilnehmenden einer Veranstaltung ein negatives Testergebnis vorweisen können, müssen dann dennoch die AHA+L-Regeln befolgt werden?

Selbst- und Schnelltests sind weniger verlässlich als PCR-Tests. Für alle Tests gilt zudem, dass sie nur eine Momentaufnahme bieten. Auch bei einem negativen Testergebnis sollten Schutz- und Hygienemaßnahmen weiterhin umgesetzt werden.

Bei Veranstaltungen darf der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen unterschritten werden, sofern der Schutz vor Tröpfcheninfektionen und Aerosolen sichergestellt ist oder alle anwesenden Besucherinnen und Besucher negativ getestet sind (§11(3)). Bei Veranstaltungen in Innenräumen müssen die Teilnehmer_innen eine Maske tragen. Im Freien müssen Teilnehmer_innen eine medizinische Gesichtsmaske tragen, wenn sie sich nicht an ihrem Platz aufhalten (§11(5)).


Werden Jugendverbänden Tests für Mitarbeitende zur Verfügung gestellt?

Ja. Laut SenBJF-Schreiben vom 05.08.2021 stellt die SenBJF zum Ende der Sommerferien weiterhin selbsttestfähige Antigen-Schnelltests zur Verfügung. Diese sind vorgesehen für die Mitarbeitenden, die regelmäßig im Face to Face - Kontakt mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeiten. Die derzeit zur Verfügung stehenden Tests sind selbsttestfähige PoC-Antigen-Schnelltests. Diese sogenannten Laientests sind zur Selbsttestung (ohne medizinisches oder geschultes Personal) geeignet.

Die Test-Kits können montags und dienstags einer jeden Woche jeweils zwischen 10.00 und 15.00 Uhr in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (Bernhard-Weiß-Str. 6, 10178 Berlin) im Raum 5 A 38 abgeholt werden. 

Bei Bedarf stehen auch medizinische Gesichtsmasken zur Verfügung.

Eine gesonderte Terminabsprache ist nicht notwendig. Zur Ausgabe der Tests ist ein Abholschreiben mit Stempel des Trägers mitzubringen und eine Tüte oder ähnliches zum Transport.

Fragen dazu beantwortet Frau Saal (90227- 5402 | Silvana.Saal@senbjf.berlin.de).

 

Ist die Anschaffung von Schnell- und/oder Selbsttests für Teilnehmende, Ehrenamtliche und Honorarkräfte zuwendungsfähig?

Selbst besorgte Schnell- und Selbsttests für Teilnehmende oder Ehrenamtliche in Jugendverbänden sind zuwendungsfähig und können über die Förderung des Landes Berlin abgerechnet werden.
 

Zu welchen Maßnahmen bezüglich Tests seid ihr als Arbeitgeber_innen verpflichtet?

Jugendverbände sind laut §22 als Arbeitgeber_innen verpflichtet, allen Mitarbeitenden (nur fest angestelltes Personal inkl. FSJler_innen, keine Honorarkräfte) zwei Tests pro Woche anzubieten, auch wenn die Mitarbeitenden nur zum Teil an ihrem Arbeitsplatz präsent sind. Die Mitarbeitenden sind nicht verpflichtet, diese durchzuführen. Die Inanspruchnahme der Bürgertestung nach § 4a der Coronavirus-Testverordnung vom 8. März 2021 durch die Mitarbeitenden befreit nicht von dieser Pflicht. Als Tests können angeboten werden:
 
  1. Selbsttests: Möchten Mitarbeitende einen Selbsttest (von der_dem Arbeitgeber_in beschafft und bezahlt) durchführen, muss dies unter Aufsicht „des_der Verantwortlichen“ geschehen (also i.d.R. des Vorstands oder einer vom Vorstand benannten Person. Wenn der Vorstand eine Person benennt muss er diese in der Durchführung der Selbsttest und in der Erstellung der Bescheinigung schulen.). Der_die Arbeitgeber_in ist zudem verpflichtet, eine Bescheinigung über das Testergebnis auszustellen. Dazu soll dieses Muster verwendet werden: https://www.berlin.de/corona/media/downloads/
    Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie stellt Selbsttests für berufliche Mitarbeitende, die im regelmäßigen Face-to-Face-Kontakt mit Kindern und Jugendlichen stehen, zur Verfügung.
  2. Schnelltest ohne eigenes medizinisches Personal: Mitarbeitende, die in Face-to-Face-Kontakt mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, können sich auch einmal wöchentlich im JugendKulturZentrum Pumpe testen lassen (siehe oben).
  3. Schnelltest im Testzentrum: Ihr könnt euren Mitarbeitenden Schnelltests in einem Testzentrum finanzieren.

Alle Kosten in diesem Zusammenhang sind zuwendungsfähig.

In Büro- und Verwaltungsgebäuden besteht für Beschäftigte sowie Besucher_innen eine Maskenpflicht, es sei denn sie halten sich an einem festen Platz auf oder können den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten (§21).

Impfen

Wann werden Mitarbeitende in Jugendverbänden geimpft? Wer ist alles impfberechtigt?

Die Impfpriorisierung in den Berliner Impfzentren wurde zum 07.06.2021 aufgehoben. Seitdem können auch 12- bis 15-Jährige geimpft werden: "Mit der Aufhebung der Priorisierung können nun auch die 12 bis 15-Jährigen einen Impftermin in einem der Berliner Impfzentren buchen. Die schriftliche Einwilligung der Eltern bzw. des gesetzlichen Vertreters muss in jedem Falle vorliegen. Die Begleitung der 12 bis 15-Jährigen durch die Eltern bzw. den gesetzlichen Vertreter zum Impftermin ist erforderlich, während sie für 15 bis 17-Jährigen möglich ist" (siehe Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung).

BionTech ist ab 12 Jahren zugelassen, alle andern Impfstoffe ab 18 Jahre. Der Impfstoff von AstraZeneca wird für Personen im Alter ab 60 Jahren empfohlen (https://service.berlin.de/dienstleistung/330073).

Auch Menschen mit Wohnsitz in Brandenburg, die in Berlin in der Kinder- und Jugendhilfe tätig sind, können sich in einem Berliner Impfzentrum impfen lassen (https://service.berlin.de/dienstleistung/330073).

Alle Informationen zur Corona-Schutzimpfung gibt es auf dem Service-Portal Berlin.
 

Welche Ausnahmeregeln gibt es für geimpfte und genesene Personen?

Laut §8 müssen vollständig geimpfte und genesene Personen kein negatives Testergebnis vorweisen, wenn das die Voraussetzung ist, um ein Angebot zu nutzen oder eine Veranstaltung zu besuchen. Sie müssen dann entsprechend nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind. Weitere besondere Regelungen, die für geimpfte und genesene Personen gelten, sind unter www.berlin.de/corona/massnahmen/abstands-und-hygieneregeln/#ausnahmeverordnung aufgeführt. Dort und unter §8 ist auch erläutert, wann eine Person als vollständig geimpft oder als genesen gilt.

Die Ausnahmeregelungen gelten nicht für Personen mit grippeähnlichen Symptome. Geimpfte und genesene Personen sind weiterhin dazu verpflichtet, sich an alle anderen Schutzmaßnahmen wie Maskenpflicht und Abstandsgebot zu halten.
Förderung

Sind Selbst- bzw. Schnelltests für Teilnehmende zuwendungsfähig? Wie ist es mit FFP2-Masken und Desinfektionsmitteln und/oder Hygienespray?

Vorkehrungen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens im Rahmen von Angeboten der Jugendarbeit sind zuwendungsfähig, darunter fallen Selbst- bzw. Schnelltests für Teilnehmende, medizinische Gesichtsmasken und FFP2-Masken, Desinfektionsmittel und weiteres.
 

Welche Konsequenzen haben die Corona-Pandemie und die damit verbundenen fehlenden Teilnahmetage und Juleicas für die Förderung der nächsten Jahre?

Die Förderung für die einzelnen Jugendverbände wird auf dem Niveau von 2021 eingefroren und für die Jahre 2022 und 2023 nicht wie sonst an die Anzahl von Angeboten wie Seminare, Ferienfahrten oder internationale Begegnungen von vor zwei Jahren gekoppelt. So wird sichergestellt, dass die Jugendverbände keine Verluste in ihrer Förderung haben werden, nur weil sie 2020 und 2021 pandemiebedingt weniger Angebote an Kinder und Jugendliche machen konnten.


Wird die Förderung perspektivisch für den Kauf von Selbst- bzw. Schnelltests aufgestockt?

Grundsätzlich nein. Es gibt jedoch eventuell eine Sonderförderung für Tests für Teilnehmende bei Sommerferienmaßnahmen (oder es werden Tests werden durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie zur Verfügung gestellt).


Sind Stornierungsgebühren zuwendungsfähig?

Ja, sofern Stornierungsgebühren vertraglich vereinbart waren. Bei der Buchung von Reisen bei Fremdveranstaltern ist auf die Stornierungsbedingungen zu achten. Es sind ausschließlich unvermeidbare Stornierungskosten zuwendungsfähig.
 

Was gibt es aktuelles zum Programm "Stark trotz Corona"?

Im Rahmen des Programms „Stark trotz Corona“ können auch im Jahr 2022 zusätzliche Angebote von Jugendverbänden und Jugendbildungsstätten gefördert werden.

Eine Antragstellung für Maßnahmen im Jahr 2022 ist bis 14.11.2021 beim Landesjugendring möglich.

Die Beantragung erfolgt für die Jugendverbände und Migrant_innenjugendselbstorganisationen ausschließlich über die jeweiligen Landesverbände. Die Jugendbildungsstätten stellen ihre Anträge direkt beim Landesjugendring. Für jede geplante Maßnahme muss ein eigener Antrag gestellt werden. Dazu ist das Formblatt „Antrag Maßnahme Stark nach Corona“ zu verwenden. Die Landesverbände leiten die Anträge gesammelt an den Landesjugendring weiter. Eine direkte Antragstellung durch Untergliederungen beim Landesjugendring ist nicht möglich.

Weitere Hinweise zur Antragstellung entnehmt ihr bitte den „Förderhinweisen Stark trotz Corona“.

Ansprechpartnerin für die Förderung ist Silke Rühmann (Tel.: 030/81886114 | ruehmann@ljrberlin.de)

Empfehlungen für ein Hygienekonzept für Angebote der Jugendverbandsarbeit

Mit den Empfehlungen für ein Hygienekonzept wollen wir euch in den Jugendverbänden unterstützen, eigene Schutz- und Hygienekonzepte für eure Angebote zu entwickeln. Neben Hinweisen und Informationen findet ihr eine Liste von Empfehlungen für Veranstaltungen und Angebote der Jugendarbeit sowie für eure Gremienarbeit. Sie bieten euch Anhaltspunkte, woran ihr in der Planung eurer Maßnahmen denken solltet. Dennoch kann es natürlich sein, dass einige Aspekte, die für euch in eurem Verband möglicherweise eine Rolle spielen, hier nicht aufgeführt sind. Ihr könnt diese Empfehlungen jedoch sicher als Orientierung nutzen und sie auf eure individuelle Situation anpassen.


Trägerschreiben der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Die Trägerschreiben der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie haben für die Jugendverbandsarbeit vor allem empfehlenden Charakter, rechtsverbindlich ist weiterhin die SARS-CoV-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung des Berliner Senats in ihrer jeweils gültigen Fassung.


SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Berliner Senats

Rechtsverbindlich, auch für die Jugendverbandsarbeit, ist die SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Berliner Senats in ihrer jeweils gültigen Fassung.

SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung


Dauer und Gültigkeit der Vorgaben

Die Dritte SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Berliner Senats gilt vorerst bis einschließlich 06.11.2021. Die auf dieser Seite angegebenen Regelungen aus dem Trägerschreiben der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie gelten bis zum 31.10.2021.
Die Vorgaben des Senats betreffen zudem auch die Angebote der Hilfen zur Erziehung, anderer Jugendhilfeleistungen, der Eingliederungshilfe, der ambulanten Maßnahmen nach dem Jugendgerichtsgesetz und der Beratungsstellen (Erziehungs- und Familienberatungsstellen, Fachberatungsstellen Kinderschutz).