Corona-Empfehlungen für die Berliner Jugendarbeit

Inwiefern können Angebote der Jugendarbeit stattfinden? Was ist zu beachten? Auf dieser Seite wollen wir die häufigsten Fragen, die uns aus der Praxis der Jugendverbände erreichen, beantworten. Zudem gibt es hier ein Muster-Hygienekonzept, alle bisherigen und das aktuelle Trägerschreiben der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie sowie weitere Informationen zum Thema Schnell- und Selbsttests.

An dieser Stelle wollen wir Fragen beantworten, die in den letzten Wochen an uns herangetragen wurden. Wir beantworten die Fragen nach bestem Wissen und Gewissen auf Basis der Berliner SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (3. InfSchMV) und dem Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz - IfSG) des Bundes.

Wenn ihr hier keine Antworten auf eure Fragen findet, könnt ihr euch jederzeit gerne in der Geschäftsstelle melden. Wir bemühen uns dann, gemeinsam Antworten zu finden.

Bitte beachtet insbesondere bei Fragen zur Umsetzung von Angeboten und Maßnahmen, dass nicht alles, was rechtlich möglich ist, auch pädagogisch und im Sinne des Infektionsschutzes sinnvoll ist. Bei der Einschätzung, welche Maßnahmen und Veranstaltungen ihr als Jugendverbände durchführt, habt ihr eine eigene Verantwortung. Dabei bietet das Schreiben der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie eine gute Orientierung.

Wir sind bemüht, diese Seite und alle hier verlinkten Dokumente ständig entsprechend der derzeitig gültigen Verordnungen zu aktualisieren. Bitte beachtet in jedem Fall das Datum des aktuellen Stands hier und im Musterhygienekonzept.  

Stand: 29.11.2021

Veranstaltungen, Angebote und Maßnahmen der Jugendarbeit

Welche Regeln gelten aktuell für Angebote der Jugend(verbands)arbeit?

Seit dem 04.06.2021 sind in Einrichtungen und Projekten der Jugendarbeit, der Jugendverbandsarbeit (inklusive Jugendbildungsstätten) und der Jugendsozialarbeit wieder Präsenzangebote möglich. Natürlich müssen weiterhin die einrichtungsbezogenen Hygiene- und Schutzkonzepte eingehalten werden.

Aktuell gilt für Angebote der Jugendarbeit, der Jugendverbandsarbeit und der Jugendsozialarbeit folgendes (siehe SenBJF-Schreiben vom 26.11.2021):

  • Für den Besuch von Einrichtungen gelten die 3G-Bedingungen. Die jungen Menschen müssen also vollständig geimpft, genesen oder 3 x wöchentlich mit einem Selbsttest getestet worden sein. Die regelmäßige Testung in der Schule genügt. Kinder und Jugendliche, die nicht regelmäßig in die Schule gehen, sollen dreimal wöchentlich analog zum schulischen Testverfahren getestet werden.
  • Die Maskenpflicht gilt analog zum Schulbereich und besteht ab 6 Jahren. Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Gruppen- und Sportangebote, zu denen auch körperliche Aktivitäten wie Tanz oder artistische Zirkusdarbietungen gehören, sowie alle Angebote im Freien. Diese Ausnahmen gelten für alle Altersgruppen.
  • Hygiene- und Schutzkonzepte müssen natürlich weiterhin eingehalten werden. 
  • Auf Veranstaltungen mit mehr als 20 Personen in geschlossenen Räumen soll verzichtet werden. Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, an denen erwachsene Dritte (bspw. Eltern) teilnehmen, dürfen nur unter 3G-Regelungen stattfinden. Größere Veranstaltungen mit mehr als 20 Personen sind im Freien durchzuführen.
  • Bei Aktivitäten in Innenräumen: Räume nutzen, in denen alle einen Abstand von 1,5 Meter einhalten können und die regelmäßig gelüftet werden können
  • tägliche Anwesenheitslisten (Name, Anschrift, Telefonnummer) führen, die 2 Wochen aufbewahrt werden müssen
  • Aushänge zu den Abstands- und Hygieneregeln sind gut sichtbar anzubringen.
  • Aktivitäten in Gruppen sollten soweit möglich grundsätzlich im Freien stattfinden.
  • Die allgemeine Sportausübung im Freien ist seit Sommer wieder vollständig und ohne Einschränkungen zugelassen (§30 3. InfSchMV).
  • Beachtet bei euren Angeboten die weiterhin geltende Maskenpflicht an Orten, die ihr möglicherweise besucht, wie bspw. Museen.
  • Bei gemieteten Räumen gelten die Regeln des Veranstaltungsortes.
  • Im Nahverkehr (also in allen Berliner Bussen, U- und S-Bahnen) sowie im Fernverkehr gilt seit dem 24.11.2021 die 3G-Regelung; alle Nutzer_innen müssen entsprechend geimpft, genesen oder getestet sein (Nachweise müssen mitgeführt werden). Ausgenommen davon sind Schüler_innen. Außerdem gilt ab einem Alter von 6 Jahren im Nah- und Fernverkehr Maskenpflicht (FFP2- oder medizinische Gesichtsmaske) (§28b (5) IfSG). 
  • Das Singen im Freien und am Lagerfeuer ist erlaubt. Gemeinsames Singen in geschlossenen Räumen ist dann erlaubt, wenn die besonderen Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen der Senatsverwaltung für Kultur und Europa berücksichtigt werden (§11(7) 3. InfSchMV).

Da die Zielgruppe und die Ziele der o. g. Leistungen (§§ 11, 12, 13.1 nach dem SGB VIII) nicht vom Impfstatus einer Covid-19-Schutzimpfung abhängig sind, sind 2G-Angebote nicht zulässig (siehe SenBJF-Schreiben vom 05.10.2021).

 

Welche Regeln gelten für Veranstaltungen?

Laut der Dritten SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gilt (unter Beachtung der in der Verordnung beschriebenen Hygiene- und Schutzregeln) für Veranstaltungen (wie bspw. Fachtagungen), die nicht im engeren Sinne Veranstaltungen der Jugend(verbands)arbeit sind, aktuell folgendes:

Veranstaltungen in Innenräumen:

  • bis zu 1000 Personen (§11(4) 3. InfSchMV)
  • bei mehr als 20 zeitgleich anwesenden Personen nur unter der 2G-Bedingung (§11(2) 3. InfSchMV). Welche Regelungen bei der 2G-Bedingung gelten, ist in §8a 3. InfSchMV geregelt.
  • Anwesenheitsdokumentation (§4(1) 3. InfSchMV). Dafür könnt ihr diese Vorlage nutzen.
  • bei mehr als 20 zeitgleich anwesenden Personen: individuelles Hygienekonzept um Kontakte zu reduzieren, Warteschlangen zu vermeiden, regelmäßige Lüftung zu gewährleisten und Kontaktnachverfolgung sicherzustellen (§5(1) 3. InfSchMV).

Veranstaltungen im Freien:

  • bis zu 2000 Personen (§11(4) 3. InfSchMV)
  • bei mehr als 100 zeitgleich anwesenden Personen Teilnahme nur mit negativem Testergebnis (§11(3) 3. InfSchMV; Nachweis des negativen Testergebnisses unter §6 3. InfSchMV).
  • Anwesenheitsdokumentation (§4(1) 3. InfSchMV). Dafür könnt ihr diese Vorlage nutzen.
  • bei mehr als 20 zeitgleich anwesenden Personen: individuelles Hygienekonzept um Kontakte zu reduzieren, Warteschlangen zu vermeiden, regelmäßige Lüftung zu gewährleisten und Kontaktnachverfolgung sicherzustellen (§5(1) 3. InfSchMV).
  • Auf Veranstaltungen sind die Bestuhlung und Anordnung der Tische so vorzunehmen, dass zwischen Personen ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird. Der Mindestabstand von 1,50 m kann unterschritten werden, wenn alle anwesenden Besucher_innen negativ getestet sind (§11(3) 3. InfSchMV).
  • Maskenpflicht (außer am festen Platz)
  • Veranstaltungen im Freien können unter der 2G-Bedingung stattfinden (§11(3) 3. InfSchMV).

Übernachtungen in Jugendbildungsstätten und anderen Gruppenunterkünften sind erlaubt, Voraussetzung ist ein entsprechendes Hygienerahmenkonzept der Betreiber_innen nach Vorgaben der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Beherbergt werden dürfen nur Personen, die am Tag der Anreise negativ getestet sind und darüber hinaus an jedem dritten Tag des Aufenthalts ein negatives Testergebnis nachweisen.

 

Wohin können Ferienreisen gehen? Welche Verordnungen gelten bei Gruppenfahrten in andere (Bundes)Länder?

Die Zielorte können sowohl in Deutschland als auch in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sein. Dies gilt nicht für Reisen in vom Robert-Koch-Institut Berlin (RKI) bzw. vom Auswärtigen Amt benannte Risikogebiete.

Bei Reisen in andere Bundesländer gelten die jeweils dort gültigen Verordnungen. Bei Reisen mit Jugendlichen in Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sind die individuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes für das jeweilige Land bei der Planung und Durchführung strikt zu beachten.

Die SenBJF weist in ihrem Schreiben vom 01.06.2021 zudem auf folgendes hin: „Vor der Durchführung von Reisen in Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ist durch die jeweiligen öffentlichen oder freien Träger eine Risikoabwägung durchzuführen und mit den Erziehungsberechtigen zu kommunizieren. Insbesondere bei Reisezielen im Ausland ist in eigener Verantwortung eine genaue Recherche möglicher Beschränkungen bei Ein- und Ausreise sowie während des Aufenthaltes zwingend erforderlich.“

 

Was ist bei der Erstellung eines Hygienekonzepts zu beachten? Muss es im Vorfeld der Veranstaltung vorgelegt werden?

Bei allen Veranstaltungen mit mehr als 20 Anwesenden muss entsprechend der speziellen Anforderungen des jeweiligen Angebots ein individuelles Schutz- und Hygienekonzept erstellt werden mit der Zielsetzung, Kontakte durch Mindestabstände und ggf. Beschränkung der Teilnehmendenzahl zu reduzieren, Warteschlangen zu vermeiden, eine ausreichende Durchlüftung zu gewährleisten und die Kontaktnachverfolgung sicherzustellen (§5(1) 3. InfSchMV). Das Hygienekonzept muss der zuständigen Behörde vorgelegt werden, wenn diese es verlangt (§5 3. InfSchMV). Der LJR hat Empfehlungen für ein Hygienekonzept formuliert, die die Berliner Jugendverbände als Vorlage für eigene Hygienekonzepte nutzen können. Bitte beachtet, dass ihr dieses Konzept an die jeweiligen Bedingungen eurer Veranstaltung anpassen müsst.

 

Was sind die AHA+L-Regeln?

Die AHA+L-Regeln stehen für Abstand halten, Hygiene beachten, im Alltag Maske tragen, regelmäßiges Lüften.

Juleica

Müssen Juleica-Schulungen einen Präsenzanteil haben?

Ob und inwiefern Juleica-Grundausbildungen einen Präsenzanteil haben müssen, ist nicht in der Ausführungsvorschrift (AV) Juleica geregelt. Wir empfehlen jedoch einen Präsenzanteil von 20 Stunden.

Letztlich entscheiden die Träger, ob die durchgeführte Juleica-Schulung im jeweilig angebotenen Online- und/oder Offline-Format den erforderlichen Kriterien entspricht und eine Juleica beantragt werden kann. Für die Gestaltung von Online-Formaten empfehlen wir unsere Sammlung an Methoden auf https://ljrberlin.de/juleica-online.

 

Welche Bedingungen gelten für Veranstaltungen zur Verlängerung der Juleica?

Veranstaltungen für die Verlängerung einer Juleica können auch im kompletten Umfang digital stattfinden. Die Auffrischung eines gültigen Erste-Hilfe-Kurses kann nach Angabe von anerkannten Anbietern für Erste-Hilfe-Schulungen jedoch nur in Präsenz erfolgen.

Testen & verpflichtende Maßnahmen für Arbeitgeber_innen

Am 24.11.2021 traten neue Regelungen im Infektionsschutzgesetz des Bundes (§ 22 und § 28b IfSG) und in der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung in Kraft. Bestimmte Regelungen finden sich dann nur noch da und nicht mehr in der Berliner Verordnung. Das betrifft u.a. Regelungen zur Testbescheinigung, zur Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, zum Homeoffice und weitgehend zur Testangebotspflicht im Arbeitskontext.


Zu welchen Maßnahmen seid ihr als Arbeitgeber_innen verpflichtet?

  • Seit dem 24.11.2021 gilt die 3G-Regelung am Arbeitsplatz, d.h. alle Mitarbeiter_innen müssen eine Impf- oder Genesenenbescheinigung vorlegen. Wer dies nicht tut, muss täglich bei Arbeit im Büro entweder einen Testnachweis (PoC-Test: nicht älter als 24 h bei Beginn der Arbeit, PCR-Test: nicht älter als 48 Stunden) vorlegen oder unter Aufsicht einen Test im Büro durchführen (§28b (1) IfSG).
    Die SenBJF stellt zwei Tests pro Mitarbeiter_in und Woche zur Verfügung (siehe auch Informationen unter "Testen"). Im SenBJF-Schreiben vom 26.11.2021 steht: „Beschäftigte, die nicht geimpft oder genesen sind, können diese beiden Tests zweimal wöchentlich vor dem Beginn des Arbeitstages unter Aufsicht in der Einrichtung durchführen. Für die weiteren Arbeitstage müssen diese Beschäftigten Testbescheinigungen in eigener Verantwortung erbringen. Wird ein negatives Testergebnis nicht vorgelegt, darf die Arbeit an dem entsprechenden Tag nicht aufgenommen werden. Der Arbeitsort ist umgehend zu verlassen.“
  • Mobiles Arbeiten / Homeoffice: Arbeitgeber_innen sind verpflichtet, den Beschäftigten anzubieten, ihre Arbeit in deren Wohnung / mobil auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Die Beschäftigten müssen dieses Angebot annehmen, wenn keine triftigen Gründe bei ihnen dagegen sprechen (§ 28b (4) IfSG). Es sind höchstens 50% der eingerichteten Büroarbeitsplätze zeitgleich zu besetzen (§21(1) 3. InfSchMV).
  • Testangebotspflicht: Arbeitgeber_innen sind verpflichtet, allen Mitarbeitenden (nur fest angestelltes Personal inkl. FSJler_innen, keine Honorarkräfte) zwei Tests (PoC-Antigen-Tests zur Selbstanwendung) pro Woche anzubieten, auch wenn die Mitarbeitenden nur zum Teil an ihrem Arbeitsplatz präsent sind (§22 3. InfSchMV). Kosten in diesem Zusammenhang sind zuwendungsfähig. Die SenBJF stellt außerdem zwei Tests pro Mitarbeiter_in und Woche zur Verfügung. Informationen zur Ausgabe dieser Test sind unter "Testen" zusammengefasst.
  • Maskenpflicht: In Büro- und Verwaltungsgebäuden besteht für Beschäftigte sowie Besucher_innen eine Maskenpflicht, es sei denn sie halten sich an einem festen Platz auf oder können den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten (§21 3. InfSchMV).

 

Welche Daten dürfen Arbeitgeber_innen im Rahmen der 3G-Regel erheben?

Laut Bundesarbeitsministerium reicht es aus, am jeweiligen Kontrolltag Vor- und Zunamen der Beschäftigten auf einer Liste "abzuhaken", wenn der Nachweis erbracht wurde.

Bei Geimpften und Genesenen muss der Status nur einmal dokumentiert werden, bei Genesenen auch mit Enddatum ihres Status.

Spätestens sechs Monate nach Erhebung müssen die Daten gelöscht werden. Die Arbeitgeber_innen müssen sicherstellen, dass die Daten nicht an Unbefugte und auch nicht etwa an Kolleginnen und Kollegen gelangen.

 

Welche Hinweise zum Testen gelten aktuell für Angebote der Jugendarbeit?

Laut SenBJF-Schreiben vom 26.11.2021 gilt: Eine Zugangsberechtigung für den Besuch der Einrichtungen haben junge Menschen, die unter die sogenannte 3G-Regelung fallen. Sie müssen entweder vollständig geimpft, genesen oder 3 x wöchentlich mit einem Selbsttest getestet worden sein, es sei denn, die regelmäßige Testung ist in der Schule erfolgt. Doppeltestungen sind dabei zu vermeiden. Kinder und Jugendliche, die nicht regelmäßig in die Schule gehen, sollen dreimal wöchentlich analog der Verfahren in der Schule getestet werden.

Für die Mitarbeiter_innen gilt die 3G-Regelung am Arbeitsplatz.

 

 Werden Jugendverbänden Tests zur Verfügung gestellt?

Ja. Laut SenBJF-Schreiben vom 15.11.2021 stellt die SenBJF weiterhin selbsttestfähige Antigen-Schnelltests sowie Masken zur Verfügung. Diese sind vorgesehen für die Mitarbeitenden, die regelmäßig im Face to Face - Kontakt mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeiten sowie für die jungen Menschen, die nicht regelmäßig in den Schulen getestet werden.

Für die Mitarbeiter_innen werden ab sofort zwei Tests pro Person und Woche ausgegeben.

Test-Kits und Masken können in den kommenden Wochen bis auf Weiteres in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Bernhard-Weiß-Str. 6, 10178 Berlin, abgeholt werden:

Montag bis Freitag, Raum 5 A 20, jeweils zwischen 08:00 Uhr und 15:00 Uhr                                                    
Eine gesonderte Terminabsprache ist nicht notwendig. Bitte bringt den Abholschein und ausreichend Transportmöglichkeiten mit.

 

Worin unterscheiden sich Selbst- und Schnelltests?

Antigen-Schnelltests können nur durch geschultes Personal durchgeführt werden. Dafür wird ähnlich wie beim PCR-Test ein Nasen- oder Rachenabstrich gemacht. Die Auswertung erfolgt im Gegensatz zu den PCR-Test aber direkt vor Ort. Seit dem 08.03.2021 hat jede_r Anspruch auf mindestens einen Schnelltest pro Woche. Sämtliche Berliner Schnelltestmöglichkeiten sind unter https://www.direkttesten.berlin/ zu finden.

Selbsttests sind zur Anwendung durch Privatpersonen bestimmt. Dafür muss die Probenentnahme und -auswertung entsprechend einfach sein. Der Test kann zum Beispiel mit einem Nasenabstrich (im vorderen Nasenbereich) oder mit Speichel erfolgen. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie stellt FAQs und Erklärvideos für die Anwendung von Selbsttests zur Verfügung.

Schnell- und Selbsttests haben gegenüber den PCR-Tests eine höhere Fehlerrate. Daher sollte unbedingt nach jedem positiven Schnell- und/oder Selbsttest immer ein PCR-Test zur Bestätigung erfolgen.

 

Wie können Teilnehmende einer Veranstaltung ein negatives Testergebnis vorweisen?

Ist bei Veranstaltungen der Nachweis über einen negativen Test gefordert, kann dieser laut §6 3. InfSchMV erbracht werden, indem die Teilnehmenden

vor Ort einen Schnelltest durchführen lassen, unter Aufsicht der Verantwortlichen einen Selbsttest machen, eine Bescheinigung über ein negatives PoC-Testergebnis, der nicht länger als 24 Stunden zurückliegt, mitbringen
oder
eine Bescheinigung über einen negativen PCR-Test, der nicht länger als 48 Stunden zurückliegt, mitbringen.

Ausgenommen vom Nachweis eines negativen Tests sind Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr sowie Schüler_innen, die einer regelmäßigen Testung im Rahmen des Schulbesuchs unterliegen.

Bei 1. und 2. haben die Teilnehmenden einen Anspruch darauf, eine Bescheinigung zu erhalten. Für die Bescheinigung des Testergebnisses soll dieses Muster verwendet werden.

Die Durchführung der Testung ist in der Anwesenheitsdokumentation nach §4(1) 3. InfSchMV zu vermerken.

 

Wie weisen Schüler_innen in der Freizeit nach, dass sie in der Schule getestet wurden?

Nach §6 (3) 3. InfSchMV sind Schüler_innen, die regelmäßig in der Schule getestet werden, von einer möglichen Testpflicht befreit. Der Nachweis der Schüler_inneneigenschaft und der damit einhergehenden regelmäßigen Testung im Rahmen des Schulbesuchs gilt durch Vorlage eines gültigen Schüler_innenausweises als erbracht.  

 

Wer ist von der Testpflicht befreit?

Von der Testpflicht befreit sind Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr sowie Schüler_innen, die im Rahmen des Schulbesuchs regelmäßig getestet werden (§6 (3) 3. InfSchMV). Ebenfalls befreit sind vollständig geimpfte und genesene Personen entsprechend §8 3. InfSchMV.
Vollständig geimpft und genesen bedeutet laut §8
3. InfSchMV:

"1. Geimpfte Personen, die mit einem von der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff gegen Covid-19 geimpft sind und deren letzte erforderliche Impfung mindestens 14 Tage zurückliegt,

2. Genesene Personen, die ein mehr als sechs Monate zurückliegendes positives PCR-Testergebnis auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachweisen können und die mindestens eine Impfung gegen Covid-19 mit einem von der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff erhalten haben und deren letzte Impfung mindestens 14 Tage zurückliegt, sowie

3. Genesene Personen, die ein mindestens 28 Tage und höchstens sechs Monate zurückliegendes positives PCR-Testergebnis auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachweisen können."

 

Ist die Anschaffung von Schnell- und/oder Selbsttests für Teilnehmende, Ehrenamtliche und Honorarkräfte zuwendungsfähig?

Selbst besorgte Schnell- und Selbsttests für Teilnehmende oder Ehrenamtliche in Jugendverbänden sind zuwendungsfähig und können über die Förderung des Landes Berlin abgerechnet werden.

Impfen

Wo finde ich Informationen zum Thema Impfen?

Die Impfpriorisierung in den Berliner Impfzentren wurde zum 07.06.2021 aufgehoben. Seitdem können auch 12- bis 18-Jährige geimpft werden.

Auch Menschen mit Wohnsitz in Brandenburg, die in Berlin in der Kinder- und Jugendhilfe tätig sind, können sich in einem Berliner Impfzentrum impfen lassen. (www.berlin.de/corona/impfen/faq/#impfort).

Zu den Auffrischungsimpfungen: Die Ständige Impfkommission empfiehlt bisher die Auffrischungsimpfung für Personen ab 70 Jahren, für Personen mit bestimmten Vorerkrankungen und für besondere Berufsgruppen (https://www.berlin.de/sen/gpg/service/oft-gesucht/artikel.1121199.php). Grundsätzlich können aber alle Personen, also auch ohne STIKO-Empfehlung, deren Zweitimpfung mindestens sechs Monate her ist, eine Auffrischungsimpfung erhalten. Die kostenlose Auffrischungsimpfung kann in einem der Corona-Impfzentren oder bei den jeweiligen Hausärzt_innen durchgeführt werden (https://www.berlin.de/corona/impfen/#headline_1_7).

Alle Informationen zur Corona-Schutzimpfung gibt es unter https://www.berlin.de/corona/impfen/.
 

Welche Ausnahmeregeln gibt es für geimpfte und genesene Personen?

Laut §8(5) 3. InfSchMV müssen vollständig geimpfte und genesene Personen kein negatives Testergebnis vorweisen, wenn das die Voraussetzung ist, um ein Angebot zu nutzen oder eine Veranstaltung zu besuchen. Sie müssen dann entsprechend nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind. Unter §8 3. InfSchMV ist auch erläutert, wann eine Person als vollständig geimpft oder als genesen gilt.

Die Ausnahmeregelungen gelten nicht für Personen mit grippeähnlichen Symptome. Geimpfte und genesene Personen sind weiterhin dazu verpflichtet, sich an alle anderen Schutzmaßnahmen wie Maskenpflicht und Abstandsgebot zu halten.

Förderung

Sind Selbst- bzw. Schnelltests für Teilnehmende zuwendungsfähig? Wie ist es mit FFP2-Masken und Desinfektionsmitteln und/oder Hygienespray?

Vorkehrungen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens im Rahmen von Angeboten der Jugendarbeit sind zuwendungsfähig, darunter fallen Selbst- bzw. Schnelltests für Teilnehmende, medizinische Gesichtsmasken und FFP2-Masken, Desinfektionsmittel und weiteres.
 

Welche Konsequenzen haben die Corona-Pandemie und die damit verbundenen fehlenden Teilnahmetage und Juleicas für die Förderung der nächsten Jahre?

Die Förderung für die einzelnen Jugendverbände wird auf dem Niveau von 2021 eingefroren und für die Jahre 2022 und 2023 nicht wie sonst an die Anzahl von Angeboten wie Seminare, Ferienfahrten oder internationale Begegnungen von vor zwei Jahren gekoppelt. So wird sichergestellt, dass die Jugendverbände keine Verluste in ihrer Förderung haben werden, nur weil sie 2020 und 2021 pandemiebedingt weniger Angebote an Kinder und Jugendliche machen konnten.


Wird die Förderung perspektivisch für den Kauf von Selbst- bzw. Schnelltests aufgestockt?

Grundsätzlich nein. Es gibt jedoch eventuell eine Sonderförderung für Tests für Teilnehmende bei Sommerferienmaßnahmen (oder es werden Tests werden durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie zur Verfügung gestellt).


Sind Stornierungsgebühren zuwendungsfähig?

Ja, sofern Stornierungsgebühren vertraglich vereinbart waren. Bei der Buchung von Reisen bei Fremdveranstaltern ist auf die Stornierungsbedingungen zu achten. Es sind ausschließlich unvermeidbare Stornierungskosten zuwendungsfähig.
 

Was gibt es aktuelles zum Programm "Stark trotz Corona"?

Im Rahmen des Programms „Stark trotz Corona“ können auch im Jahr 2022 zusätzliche Angebote von Jugendverbänden und Jugendbildungsstätten gefördert werden.

Eine Antragstellung für Maßnahmen im Jahr 2022 war bis 14.11.2021 beim Landesjugendring möglich.

Die Beantragung erfolgt für die Jugendverbände und Migrant_innenjugendselbstorganisationen ausschließlich über die jeweiligen Landesverbände. Die Jugendbildungsstätten stellen ihre Anträge direkt beim Landesjugendring. Für jede geplante Maßnahme muss ein eigener Antrag gestellt werden. Dazu ist das Formblatt „Antrag Maßnahme Stark nach Corona“ zu verwenden. Die Landesverbände leiten die Anträge gesammelt an den Landesjugendring weiter. Eine direkte Antragstellung durch Untergliederungen beim Landesjugendring ist nicht möglich.

Weitere Hinweise zur Antragstellung entnehmt ihr bitte den „Förderhinweisen Stark trotz Corona“.

Ansprechpartnerin für die Förderung ist Silke Rühmann (Tel.: 030/81886114 | ruehmann@ljrberlin.de)

Empfehlungen für ein Hygienekonzept für Angebote der Jugendverbandsarbeit

Mit den Empfehlungen für ein Hygienekonzept wollen wir euch in den Jugendverbänden unterstützen, eigene Schutz- und Hygienekonzepte für eure Angebote zu entwickeln. Neben Hinweisen und Informationen findet ihr eine Liste von Empfehlungen für Veranstaltungen und Angebote der Jugendarbeit sowie für eure Gremienarbeit. Sie bieten euch Anhaltspunkte, woran ihr in der Planung eurer Maßnahmen denken solltet. Dennoch kann es natürlich sein, dass einige Aspekte, die für euch in eurem Verband möglicherweise eine Rolle spielen, hier nicht aufgeführt sind. Ihr könnt diese Empfehlungen jedoch sicher als Orientierung nutzen und sie auf eure individuelle Situation anpassen.


Trägerschreiben der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Die Trägerschreiben der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie haben für die Jugendverbandsarbeit vor allem empfehlenden Charakter, rechtsverbindlich ist weiterhin die SARS-CoV-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung des Berliner Senats in ihrer jeweils gültigen Fassung.


SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Berliner Senats

Rechtsverbindlich, auch für die Jugendverbandsarbeit, ist die SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Berliner Senats in ihrer jeweils gültigen Fassung.

Am 24.11.2021 traten neue Regelungen im Infektionsschutzgesetz des Bundes (§ 22 und § 28b IfSG) und in der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung in Kraft. Bestimmte Regelungen finden sich dann nur noch dort und nicht mehr in der Berliner Verordnung. Das betrifft u.a. Regelungen zur Testbescheinigung, zur Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, zum Homeoffice und weitgehend zur Testangebotspflicht im Arbeitskontext.


Dauer und Gültigkeit der Vorgaben

Die Dritte SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Berliner Senats gilt vorerst bis einschließlich 19.12.2021. Die auf dieser Seite angegebenen Regelungen aus dem Trägerschreiben der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie gelten bis zum 21.12.2021.
Die Vorgaben des Senats betreffen zudem auch die Angebote der Hilfen zur Erziehung, anderer Jugendhilfeleistungen, der Eingliederungshilfe, der ambulanten Maßnahmen nach dem Jugendgerichtsgesetz und der Beratungsstellen (Erziehungs- und Familienberatungsstellen, Fachberatungsstellen Kinderschutz).