Im Fokus stehen vier Jugendliche bei einer Demonstration mit vielen Menschen im Hintergrund. Die Jugendlichen schwenken die europäische Fahne, eine Jugendliche ruft etwas und klatscht dabei in die Hände.

Fachtagung: Auf dem Weg zu einer Berliner Jugendstrategie

30.11.2022 | Jugendcheck, Beteiligung, Jugendberichte, Wahlalter 16: Bei unserem Fachtag "Vom Europäischen Jahr der Jugend zu einer Berliner Jugendstrategie" wollen wir Impulse für eine Berliner Jugendstrategie geben.

Die Bundesregierung, aber auch Bundesländer wie beispielsweise Thüringen, Rheinland Pfalz oder Sachsen-Anhalt haben in den letzten Jahren Ansätze für Jugendstrategien entwickelt. In Berlin hat die Koalition angekündigt, eine solche Strategie zu entwickeln.

Bei der Fachtagung „Vom Europäischen Jahr der Jugend zu einer Berliner Jugendstrategie“ wollen wir lernen, welche Erfahrungen auf Bundesebene und in anderen Bundesländern bei der Entwicklung von Jugendstrategien gemacht wurden. Wir werden gemeinsam mit den Senator_innen Astrid-Sabine Busse und Dr. Klaus Lederer sowie Fraktionsvorsitzenden aus dem Berliner Abgeordnetenhaus diskutieren, was davon hilfreich für die Entwicklung einer Berliner Jugendstrategie sein kann.

Zielgruppe für die Fachtagung sind Vertreter_innen aus Politik und Verwaltung in Berlin, Fachkräfte der Jugendhilfe und Vertreter_innen von Jugendverbänden und -organisationen.

Programm des Fachtags

10:00 Uhr: Begrüßung
Ramona Hinkelmann und Heinrich Oehme, Vorsitzende Landesjugendring Berlin

10:10 Uhr: Grußwort
Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa

10:20 Uhr: Die Jugendstrategie auf Bundesebene und der Nationale Aktionsplan für Kinder- und Jugendbeteiligung
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Referat 501

10:45 Uhr: Notwendigkeit, Aktualität und Umsetzung einer Eigenständigen Jugendpolitik
Heidi Schulze, Arbeitsstelle „Eigenständige Jugendpolitik“ der AGJ - Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe.

11:10 Uhr: Diskussion

11:30 Uhr: Kaffeepause

12:00 Uhr: Parallele Foren
(siehe unten)

13:30 Uhr: Mittagspause

14:30 Uhr: Panel mit Mitgliedern des Berliner Abgeordnetenhauses: Wie weiter auf dem Weg zu einer Berliner Jugendstrategie?
Podiumsdiskussion mit Ellen Haußdörfer (SPD), Silke Gebel (Bündnis 90/Die Grünen), Danny Freymark (CDU), Katrin Seidel (Die Linke), Sebastian Czaja (FDP, angefragt)

15:30 Uhr: Ansätze zur Entwicklung einer Berliner Jugendstrategie als Teil der Richtlinien der Regierungspolitik
Astrid-Sabine Busse, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie

Parallele Foren beim Fachtag

In vier Fachforen werden wir den inhaltlichen Austausch vertiefen. Bitte wählen Sie bei der unten stehenden Anmeldung aus, an welchem Forum Sie teilnehmen möchten!

Der Jugend-Check auf Bundes- und auf Landesebene. Welche Erfahrungen und Wirkungen gibt es?

Seit 2017 werden Gesetzesvorhaben auf Bundesebene auf ihre Auswirkungen auf junge Menschen durch das Kompetenzzentrum Jugend-Check geprüft. Das KomJC ist ein Projekt des Deutschen Forschungsinstituts für öffentliche Verwaltung (FÖV) und wird durch das Bundesjugendministerium gefördert. Seit 2022 erprobt das Land Thüringen in einem dreijährigen Modellprojekt den ersten Jugend-Check auf Landesebene. Durchgeführt wird dieser von der Projektstelle Jugend-Check Thüringen beim KomJC als Projekt des FÖV in Zusammenarbeit mit der Thüringer Servicestelle Mitbestimmung. Mit dem Jugend-Check werden beabsichtigte und nicht beabsichtigte Auswirkungen der Gesetzesentwürfe auf junge Menschen sichtbar. Der Jugend-Check wirkt dabei als Prüf- und Sensibilisierungsinstrument, um die politische Aufmerksamkeit für die Lebenslagen und Belange junger Menschen zu steigern. Im Forum werden der Jugend-Check auf Bundesebene sowie der Jugend-Check Thüringen vorgestellt. In der anschließenden Diskussion soll diskutiert werden, inwieweit der Jugend-Check einen Beitrag zu mehr Jugendgerechtigkeit leistet und wie eine Umsetzung in Berlin aussehen könnte.

Rebecca Romes, Kompetenzzentrum Jugend-Check (KomJC)
Sophie Brandes, Projektstelle Jugend-Check Thüringen beim KomJC
Till Kopietz, Servicestelle Mitbestimmung, Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

Wie gelingt verbindliche kommunale Beteiligung junger Menschen?

In mehreren Bundesländern gibt es gesetzliche Regelungen für eine verbindliche Beteiligung junger Menschen auf kommunaler Ebene, beispielsweise in Baden-Württemberg und Brandenburg. In Berlin gibt es eine entsprechende verbindliche Regelung im Bezirksverwaltungsgesetz nicht. Im Forum wird vorgestellt, wie in Baden-Württemberg und Brandenburg gesetzliche Regelungen erarbeitet wurden und welche Wirkungen sie auf kommunaler Ebene haben. Es soll diskutiert werden, wie in Berlin die Beteiligung junger Menschen auf kommunaler Ebene gestärkt werden kann.

Jürgen Dorn, Landesjugendring Baden-Württemberg
Liza Ruschin, Kompetenzzentrum Kinder- und Jugendbeteiligung Brandenburg/Stiftung Wohlfahrtspflege Brandenburg

Welche Wirkungen hat ein Landes-Kinder- und Jugendbericht?

„Der Senat berichtet einmal in jeder Wahlperiode dem Abgeordnetenhaus über den Stand der Gesamtjugendhilfeplanung. Bestandteil des Berichts über die Gesamtjugendhilfeplanung soll auch eine in regelmäßigen Abständen aktualisierte Darstellung der Lage junger Menschen in der Stadt und der wichtigsten Entwicklungstendenzen und Vorschläge zur Weiterentwicklung der Jugendhilfe sein.“ – so steht es im Ausführungsgesetz zum Kinder- und Jugendhilfegesetz Berlin. Ein entsprechender Bericht ist durch den Berliner Senat allerdings zuletzt im Jahr 2000 vorgelegt worden. Im Forum werden die Landes-Kinder- und Jugendberichte aus Sachsen-Anhalt und Sachsen vorgestellt. Es soll diskutiert werden, welche Wirkungen ein Landes-Kinder- und Jugendbericht für die Jugendhilfe haben kann.

Inga Wichmann, Bund Evangelischer Jugend in Mitteldeutschland
Wencke Trumpold, Kinder- und Jugendring Sachsen

Wahlalter 16 – Wie kann die Umsetzung begleitet werden?

Die Fraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und FDP im Berliner Abgeordnetenhaus haben angekündigt, noch in diesem Jahr das Wahlalter in Berlin auf 16 Jahre abzusenken. Erste Überlegungen werden angestellt, wie die Absenkung des Wahlalters mit Öffentlichkeitsarbeit und Maßnahmen der politischen Bildung begleitet werden kann, so dass 16- und 17-Jährige bei der nächsten Wahl Gebrauch von ihrem Wahlrecht machen. Im Forum wird die Kampagne „Mach‘s ab 16“ des Landesjugendring Brandenburg vorgestellt, die dieser bei Einführung des Wahlalters 16 auf Landesebene in Brandenburg 2011 mit Unterstützung der Brandenburger Landesregierung durchgeführt hat.

Annekatrin Friedrich, Landesjugendring Brandenburg

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Zeit und Ort

Wann?
Mittwoch, 30. November 2022, 10-16 Uhr

Wo?
Festsaal Berliner Stadtmission (Google Maps)
Lehrter Str. 68

10557 Berlin

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