Dokumentation: Mach mit, gestalte dein Berlin.

Titel: "Mach mit, gestalte dein Berlin."
Titel: "Mach mit, gestalte dein Berlin."

Mit dem Projekt „Runder Tisch Jugend im Dialog“ hat der Landesjugendring Berlin, in Abstimmung mit dem Runden Tisch Jugend, Jugendlichen über mehrere Monate hinweg die Möglichkeit gegeben, ihre Erwartungen an Mitbestimmungsmöglichkeiten zu formulieren. Dabei standen die Bereiche Schule, Ausbildung und Beruf, Sozialraum, Diversität und gesellschaftlicher Zusammenhalt sowie ePartizipation im Mittelpunkt.

Die Broschüre bietet eine Zusammenfassung der Forderungen der Jugendlichen, stellt die Ergebnisse der einzelnen Veranstaltungen dar und bietet neben einem Fazit aus dem Projekt auch Jugendpolitische Schlussfolgerungen durch den Runden Tisch Jugend, der die Ergebnisse Anfang 2014 diskutiert hat.

In insgesamt 13 Workshops entwickelten 454 Jugendliche ihre Vorschläge und Forderungen an Mitbestimmungsmöglichkeiten. Für die Workshops wurde das Instrument des Strukturierten Dialogs eingesetzt. Das Besondere dabei war, dass die Jugendlichen ihre Vorstellungen nicht allein, sondern gemeinsam mit politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsträger_innen erarbeiteten. Dazu zählten Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses, Bezirksstadträt_innen, Entscheidungsträger_innen aus der Landesverwaltung und Vertreter_innen der Tarifpartner. So wurde die Möglichkeit zur unmittelbaren Umsetzung konkreter Forderungen und Vorschläge geschaffen.

Fazit

Tenor aller Veranstaltungen war, dass sie vonseiten der Politik als Personen mit ihren Wünschen, Ideen und Vorstellungen respektiert werden möchten. Politiker_innen sollen ihnen nicht nur zuhören, sondern auch die Forderungen Jugendlicher stärker einbeziehen und umsetzen. Häufig wurde durch die jungen Menschen deutlich gemacht, dass sie Mitbestimmung nicht als punktuelles Projekt, gleichsam als „Bonbon“ verstanden wissen wollen, sondern eine gesetzliche Verankerung von Mitbestimmungsmöglichkeiten bei allen sie betreffenden Fragen fordern. Mitbestimmung muss verbindlich geregelt werden und gleichermaßen muss für junge Menschen klar sein, welche Kompetenzen sie im Entscheidungsprozess haben.

Die Beteiligten waren in fast allen Workshops sehr interessiert. Eine allgemeine Politikverdrossenheit, wie sie gelegentlich postuliert wird, war in den Veranstaltungen nicht zu spüren. Vielmehr fordern Jugendliche mehr Möglichkeiten ein, die teils weit über die bisherigen Formen von Mitbestimmung und demokratischer Mitgestaltung hinausgehen. Forderungen nach Elementen direkter Demokratie waren immer wieder ein Thema für die Beteiligten. Dieses Bedürfnis sollte ernst genommen werden.

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