Landesjugendring unterstützt Potse & Drugstore

Die selbstverwalteten Jugendzentren in der Potsdamer Straße stehen vor dem Aus. Zum 3. Januar 2019 sollen sie ihre Räume übergeben. Eine Alternative ist bislang noch nicht gefunden. Der Landesjugendring Berlin unterstützt die Kampagne #unserfreiraum von Potse & Drugstore mit einer Videobotschaft.

Foto: Peter Kuley / Fridolin freudenfett, Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International, Schöneberg Potsdamer Straße Potse.jpg

Das autonome Jugendzentrum ist seit 1972 zu einer Institution in Berlin Schöneberg gewachsen. Anfang 2018 sollen Potse und Drugstore endgültig aus ihren Räumen raus, nachdem eine Etage über ihnen das Coworking und Coliving-Space „rent24“ eingezogen ist. Dort wollen ab sofort „digitale Nomaden“ ungestört arbeiten und wohnen.

Videokampagne #unserfreiraum gestartet

Um darauf hinzuweisen, warum Potse, Drugstore und alle anderen Freiräume für junge Menschen erhalten bleiben müssen, haben die Jugendzentren die Videokampagne #unserfreiraum gestartet. Unter diesem Hashtag sind Unterstützer_innen aufgerufen kreative Videos in sozialen Medien zu posten. Auch der Landesjugendring Berlin unterstützt die Kampagne mit einer Videobotschaft.

Konstantin Gülden, Vorstand beim Landesjugendring Berlin sagt: "Es muss Freiraum für junge Menschen in Berlin geben und diese Freiräume müssen gefördert werden und dürfen nicht vergessen und verdrängt werden."

Passende Alternative unauffindbar

Die Politik hat es bislang nicht geschafft, für das selbstverwaltete Jugendhaus alternative Räume bereitzustellen, in denen die bisherigen Angebote fortgeführt werden können. Die Location bietet neben Punk-Rock-Konzerten auch einen wichtigen selbstorganisierten Ort für viele Jugendliche. Derzeit sieht es danach aus, dass Potse und Drugstore nach fast 50 Jahren zu Anfang 2019 ihre Angebote einstellen müssen. Denn die einzige Räumlichkeit, die bisher gefunden wurde toleriert keine lauten Konzerte.