Lambda::BB eröffnet Berlins erstes queeres Jugendzentrum

Das Jugendnetzwerk lambda wird jetzt mit 175.000 Euro pro Jahr von der Senatsverwaltung unterstützt und kann damit seine Angebote ausbauen.

Vertreter_innen des Jugendnetzwerks Lambda Berlin-Brandenburg e.V. haben zusammen mit Jugendsenatorin Sandra Scheeres Berlins erstes queeres Jugendzentrum eröffnet. Die Einrichtung in der Sonnenburger Straße 69 in Prenzlauer Berg steht allen jungen Menschen offen, die sich dem LSBTTIQ*-Spektrum zuordnen, also beispielsweise lesbisch, schwul oder transident sind.

„Interessen von Jugendlichen entgegenkommen“

Kay-Alexander Zepp vom Jugendnetzwerk Lambda Berlin-Brandenburg e.V. sagt: „Für uns geht ein langjähriger Wunsch in Erfüllung, da den Interessen von sehr vielen Jugendlichen damit entgegen gekommen wird. Aus unserer Arbeit wissen wir, dass viele Bedarfe bisher nicht abgedeckt werden konnten. Das ist mit dem queeren Jugendzentrum nun sehr viel besser möglich.“

Zum Angebot gehören unter anderem Beratung bei Coming-out-Prozessen sowie Informationen für trans- und intergeschlechtliche Jugendliche und ihre Familien. Zugleich gestalten Jugendliche nach dem Peer-to-Peer-Ansatz das Angebot mit. Das Zentrum setzt sich aktiv gegen Diskriminierung ein und wird in Kooperation mit Partnern Fachveranstaltungen zur Weiterbildung von pädagogischen Fachkräften organisieren. Für das Jugendzentrum stehen im Doppelhaushalt 2018/19 pro Jahr 175.000 Euro zur Verfügung.

Langjährige Erfahrung in queerer Jugendarbeit

Lambda Berlin – Brandenburg e.V. wurde für das Jugendzentrum ein Träger mit langjähriger Erfahrung in der emanzipatorischen queeren Jugendarbeit gewonnen. Mit circa 800 Mitgliedern ist er der einzige Jugendverband von und für schwule, lesbische, bi-, trans*, inter*, queere Jugendliche in Berlin und Brandenburg. Seit 1991 ist Lambda BB Mitglied im Landesjugendring Berlin und anerkannter Träger der freien Jugendhilfe.

Video-Beitrag über die Eröffnung bei tagespiegel.de: