Plakat an der Wand in U-Bahnhof. Darauf steht: "Wähl Berlin ab 16!"

Berlin-Wahl ab 16: Startpunkt statt Schlussakt

Berlin, 16.09.2026 | Am Sonntag wählt Berlin, zum ersten Mal ab 16 Jahren. Der Landesjugendring Berlin ruft dazu auf, demokratisch wählen zu gehen, auch wenn sich viele junge Berliner*innen aktuell von der Politik sehr schlecht vertreten fühlen. Die zehn Forderungen des Landesjugendring Berlin machen deutlich, wie eine gute Politik für junge Menschen aussehen müsste. Für die Umsetzung muss die kommende Regierung sorgen. 

76 Prozent der 16- bis 34-Jährigen in Berlin sagen, die Politik kümmere sich schlecht um ihre Anliegen. Nur 15 Prozent fühlen sich gut vertreten. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von infratest dimap im Auftrag des rbb. Kein Wunder, wenn Jugendclubs verfallen, WG-Zimmer unbezahlbar sind, Radwege im Nichts enden und Berlin auch sonst keine Jugendstrategie hat.

Für rund 55.000 Berliner*innen zwischen 16 und 17 Jahren ist es die erste Wahl überhaupt. „Diese Wahl ist eine Chance, sich für eine jugendfreundliche Politik zu entscheiden, die Vielfalt und Zusammenhalt stärkt, statt sie zu gefährden“, sagt Tilmann Weickmann, Geschäftsführer des Landesjugendring Berlin. Und: „Über die Hälfte der Wahlberechtigten ist älter als 50 Jahre. Darum sind gerade die Stimmen junger Menschen so wichtig.“

Dem Gefühl der jungen Generation, nicht gehört zu werden, würde die Umsetzung der zehn Forderungen des Landesjugendring Berlin entgegenwirken. Bei ihnen geht es unter anderem um eine Jugendquote für Wohnraum, ein Sanierungsprogramm für Jugendclubs, bessere Förderung von Jugendverbänden oder kostenfreien ÖPNV für ehrenamtliche Jugendleiter*innen.

Damit junge Menschen dauerhaft bei allen politischen Entscheidungen berücksichtigt werden, fordert der Landesjugendring Berlin vor allem eine Jugendstrategie. Alle Ressorts wären dann verpflichtet, junge Perspektiven von vornherein mitzudenken. „Wer auch immer die künftige Regierung bildet: Wir stehen jederzeit für den Austausch bereit, welche Jugendthemen in den Koalitionsvertrag gehören“, sagt Weickmann.

Pressekontakt

David Spitzl Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Landesjugendring Berlin

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