Studie: Wählen ab 16 steigert die Wahlbeteiligung dauerhaft

Wer mit 16 wählen gehen darf, bleibt auch langfristig engagierter. Eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung kommt zu diesem Ergebnis. Damit würde auch langfristig die Wahlbeteiligung steigen.

Je früher und je häufiger Erst- und Jungwähler ihre Stimme abgeben, desto höher ist langfristig das Niveau der allgemeinen Wahlbeteiligung. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Wählen ab 16 – Ein Beitrag zur nachhaltigen Steigerung der Wahlbeteiligung“ der Bertelsmann Stiftung. Die Studie zeigt auf, wie durch eine Herabsetzung des Wahlalters und eine Mobilisierung der Erstwähler die Beteiligung langfristig erhöht werden kann.

Die Absenkung des Wahlalters sei zur langfristigen Steigerung der Wahlbeteiligung entscheidend, da 16-Jährige noch stark in schulischen und familiären Strukturen verankert seien, in denen sich durch Bildungsmaßnahmen politisches Interesse aktivieren lässt, so die Studie. In drei Szenarien prognostiziert das Papier die zukünftige Höhe der Wahlbeteiligung auf Bundesebene – mit und ohne 16-jährige Erstwähler.

Die Ergebnisse untermauern das Engagement des Landesjugendring Berlin zusätzlich, sich für eine Absenkung des Wahlalters einzusetzen. Aktuell koordiniert der LJR das Netzwerk Wahlalter 16 für Berlin.

Weitere Informationen zur Studie
Pressemitteilung zur Studie