LJHA fordert Jugendbericht und höhere Zuwendungen

Der Berliner Landesjugendhilfeausschuss (LJHA) fordert das Abgeordnetenhaus auf, im kommenden Doppelhaushalt mehr finanzielle Mittel für die Jugendhilfe bereitzustellen sowie einen überfälligen Jugendbericht erstellen zu lassen.

Eigentlich ist der Senat dazu verpflichtet, in jeder Wahlperiode dem Abgeordnetenhaus über den Stand der Gesamtjugendhilfeplanung zu berichten. Der letzte Bericht wurde im Jahr 1999 erstellt. Daher fordert der LJHA, dass im Doppelhaushalt für 2018/2019 Mittel bereitgestellt werden, damit mit externer wissenschaftlicher Hilfe endlich wieder ein Jugendbericht erstellt werden kann. Der Bericht soll regelmäßig über die Lage junger Menschen in der Stadt berichten und Vorschläge machen, wie man die Jugendhilfe weiterentwickeln kann.

Im kommenden Doppelhaushalt müssen außerdem höhere Zuwendungen für die Jugendhilfe eingeplant werden, fordert der Ausschuss. Im Vergleich zu 2016 steigen die Tarifverträge 2018 um 10,3 Prozent. Ebenso sind mindestens 5 Prozent mehr finanzielle Mittel für Sachkosten von Projekten und Trägern nötig, zum Beispiel für Mieten oder Büroausstattung. Das Abgeordnetenhaus soll dadurch sicherstellen, dass alle Beschäftigten in der Jugendhilfe tarifgerecht bezahlt werden und die Ausstattung der Infrastruktur von Projekten und Trägern verbessert wird.

Was ist der Landesjugendhilfeausschuss (LJHA)?

Der Landesjugendhilfeausschuss befasst sich mit den Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe des Landes Berlin, z.B. mit dem Kinder- und Jugendschutz oder der Kooperation von Jugendarbeit und Schule. Der Ausschuss ist Teil der Leitung des Landesjugendamtes und beschließt Handlungsempfehlungen zum Wohl der Kinder und Jugendlichen in Berlin.