DBJR: Fachlichkeit statt Diffamierung!

Der Deutsche Bundesjugendring kritisiert die aktuelle Flüchtlingspolitik und fordert mit einem Bündnis: „Es reicht! Fachlichkeit statt Diffamierung!“.

Mit einem gemeinsamen Appell mit zahlreichen Fachverbänden der Jugendhilfe, der Freien Wohlfahrt und Menschrechtsorganisationen fordert der Deutsche Bundesjugendring, dass sich die Politik bei angekündigten Gesetzesvorhaben und Änderungen in der Praxis für Sachlichkeit und fachlich basierte Diskussionen einsetzen muss. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gehören in die Kinder- und Jugendhilfe. Sie dürfen nicht zum Spielball kurzfristiger politischer Machtinteressen gemacht werden.

DBJR-Vorstandsmitglied Hetav Tek sagt: „Die Perspektive der jungen Geflüchteten muss eingenommen werden. Sie stehen – wie alle Kinder und Jugendlichen – unter einem besonderen Schutz!“. Das Kindeswohl muss immer im Mittelpunkt stehen. Eine Orientierung am Wohl des Kindes bedeutet deswegen auch, dass für junge Geflüchtete die im SGB VIII vorgeschriebenen Normen und Vorschriften uneingeschränkt gelten müssen.

Dass geflüchtete Minderjährige Kinder sind, deshalb besonderen Schutz brauchen und Rechte haben, wird nicht mehr als rechtliche Verpflichtung und gesellschaftsvertragliche Selbstverständlichkeit gesehen, sondern als Minderheitenmeinung diskreditiert. Das Bündnis wehrt sich dagegen und setzt sich für Fachlichkeit und rechtsbasierte Diskussionen und Entscheidungen ein.